Iffezheim
Bei Iffezheim vorübergehend Grenzkorridor für Osteuropäer geöffnet
Einige von ihnen hatten bereits vor Tagen versucht, von Frankreich aus nach Deutschland einreisen zu können, jedoch sind die Grenzen wegen der Corona-Krise innerhalb Europas geschlossen. Nun verständigten sich die französischen und deutschen Behörden darauf, einen Korridor für Osteuropäer insbesondere aus Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Ungarn an der deutsch-französischen Grenze in Iffezheim und der deutsch-französischen Grenze in Saarbrücken zu bestimmten Uhrzeiten zu öffnen. Im Konvoi wird ihnen erlaubt, nach Deutschland an die bayrisch-österreichische Grenze zu fahren, wo sie bei Passau in ihre Heimatländer ausreisen dürfen.
„Sie müssen auf direktem Weg bis nach Passau fahren“, erklärte Saskia Bredewald, Sprecherin der Bundespolizei. In Iffezheim ist der Korridor seit Freitag von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Wer später an der französischen Grenze eintrifft, muss bis zum nächsten Morgen warten. Im Konvoi werden die meist vollbesetzten Fahrzeuge auf den Parkplatz an der Staustufe geleitet, wo Bundes- und Landespolizei, Kollegen aus Frankreich, die Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Auftrag des DRK-Kreisverbandes Rastatt und das Technische Hilfswerk (THW) kontrollieren.
Nicht nur Fahrtüchtigkeit der Autos wird geprüft
Während die Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaften, gut geschützt durch FFP3-Schutzmasken, Spuckschutz und Handschuhe stichprobenartig bei den Insassen Fieber messen, überprüft die Polizei die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge der Osteuropäer und deren für die Einreise erforderlichen Ausweispapiere.
Bitte um Spenden
„Wir werden den Korridor auch die nächsten Tage zu den bestimmten Zeiten öffnen, bis keine Zureise mehr erfolgt“, informierte die Sprecherin der Bundespolizei. Großes Lob für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Bundespolizei und DRK kam von Hans-Joachim Brüssow, Leiter der DRK-Landesbereitschaft und der DRK-Kreisbereitschaft. Die gesamte Schutz- und Hygieneausrüstung, die für den Einsatz der ehrenamtlichen DRK-Helfer benötigt wird, muss von jedem DRK-Ortsverein auf eigene Kosten selbst gestellt werden. Auch hierauf verwies Brüssow, der dringend um Fördergeld und Spenden bat, damit die DRK-Helfer weiterhin einsatzfähig bleiben.