Holocaust-Gedenktag RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Konzerte in Kaiserslautern geplant

Symbolisch: Instrument von Semjon Kalinowsky.
Symbolisch: Instrument von Semjon Kalinowsky.

Gleich zwei spannende Konzerte zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“ gibt es am Donnerstag, 27. Januar, in Kaiserslautern: in der Fruchthalle sowie in der Kirche St. Rochus in Hohenecken.

Um 19 Uhr wird in St. Rochus Musik für die Besetzung Viola und Orgel erklingen. Ausführende sind Semjon Kalinowsky (Viola) aus Lübeck und Torsten Laux (Orgel) aus Düsseldorf, Bayreuth und Kaiserslautern. Sie spielen Stücke passend zum christlich-jüdischen Thema „Schalom – Wege zum Frieden“ von christlichen und jüdischen Komponisten.

Der Bratschist Semjon Kalinowsky hatte bereits mit fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht erhalten. Mit 17 Jahren war er zur Bratsche gewechselt und trat 1979 in das Diplomstudium an der Staatlichen Musikacademie für Musik Lemberg (Lwiw) ein.

Im Programm heute sind Werke von Mendelssohn und Lewandowski über Bruch und Bloch, Rheinberger und Ravel, Sulzer und Stutschewsky bis hin zu einer eigenen Komposition von Torsten Laux.

Initiiert von „Stolpersteine in Kaiserslautern“

Von Louis Lewandowski (1821-1894) etwa wird zum Auftakt das Fest-Präludium Nr.1 zu Rosh Hashanah auf der Orgel erklingen. Das folgende Präludium c-moll aus der Suite op. 166 von Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) spielen dann bereits beide Musiker. Ebenfalls auf der Viola und der Orgel zu hören ist danach „Kol Nidre“ von Max Bruch (1838-1920). Später folgen unter anderem von Joseph-Maurice Ravel (1875-1937) „Kaddish“, von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) die Sonate A-Dur „Aus tiefer Not“ und drei israelische Melodien von Joachim Stutschewsky (1891-1982).

Der Eintritt zu diesem interreligiösen Konzert, das die Initiative „Stolpersteine in Kaiserslautern“ initiiert hat, ist frei.

Um 20 Uhr am Donnerstag tritt wiederum in der Fruchthalle das renommierte Bennewitz Quartet aus Prag mit Werken verfemter Künstler auf. Auf dem programm stehen fünf Stücke für Streichquartett von Erwin Schulhoff, das Streichquartett Nr. III von Viktor Ullmann und das Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 13 von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Triit in der Fruchthalle auf: das Bennewitz Quartet.
Triit in der Fruchthalle auf: das Bennewitz Quartet.
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