Kaiserslautern Zu dritt mit und ohne Klavier

Das zweite Ensemblekonzert 2019 der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (DRP) steht am Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr unter dem Motto „Ménage-à-trois; mit und ohne Klavier“.
Im SWR-Studio spielen DRP-Mitglieder wie die Streicher Ermir Abeshi (1. Konzertmeister) sowie Solobratscher Benedikt Schneider und Cellistin Adnana Rivinius zusammen mit dem Pianisten Fedele Antonicelli Kompositionen von Ellen Taaffe Zwilich, Jean Francaix und Johannes Brahms. Stehen die Streichtrios etwas im Schatten der klassisch-romantischen Königsdisziplin des Streichquartetts, ist das klassische Klaviertrio dagegen eine Gattung, die zu einer Vielzahl herausragender kammermusikalischer Meisterwerke angeregt hat. Zur Aufführung gelangt das Klaviertrio von Brahms in H-Dur, ein Jugendwerk für die klassische Besetzung mit Klavier, Geige, Violoncello, das tief in der romantischen Klangwelt verwurzelt ist. Der Pianist ist an der Musikhochschule Saarbrücken Professor für Instrumentalkorrepetition. Dagegen sind die Streichtrios, wie das von Francaix 1933 komponierte, Klangbeispiel ihrer Entstehungszeit. Dieses ist geprägt von Akribie, Esprit und spielerischer Eleganz des französischen Neoklassizismus. Und die 1939 geborene US-amerikanische Geigerin und (als erste Frau) Pulitzer-Preisträgerin Ellen Taaffe Zwilich fügte die drei Streichinstrumente in diesem 1982 entstandenen Trio in einer originellen Art und Weise zu einer klanglichen Einheit. SR-Moderatorin Gabi Szarvas wird am Sonntag wieder in die Werke einführen.