Kaiserslautern Wunderhoeren: Liebe und Leibeslust im Mittelalter

Das Wormser Festival Wunderhoeren für alte Musik und Literatur ist mit seinen knapp 3000 Zuhörern etwas für Spezialisten. Gerade weil es sich mit seinem ausgefallenen Programm eine Nische in der Rhein-Neckar-Region erobert hat, wird es auch in der dritten Auflage vom 28. Februar bis 12. Juli durch die BASF unterstützt. Der Etat ist von Anfangs 110.000 auf 180.000 Euro gewachsen. Dafür gibt es 16 Konzerte an historischen Spielstätten wie dem romanischen Dom oder der gotischen Liebfrauenkirche: Minnesänger wie Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, werden da vorgestellt, Wikingermusik, das Liebesbestiarium von Richard de Fournival aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit seinen Allegorien auf die Liebe und maurisch-andalusische Erzählungen aus der Sammlung „Hundertundeine Nacht“, die 2010 durch ein neues Manuskript für Aufsehen sorgte. Höhepunkt ist eine Auftragskomposition an den Harfenisten Rüdiger Oppermann zum Thema Rheingold. Neben der Liebe wird auch der Leibeslust gehuldigt: Jeder kann mitsingen im Bürgerchor beim Trinklied „In taberna quando sumus“ aus „Carmina Burana“. Informationen und Karten unter www.wunderhoeren.de. (möt)