Wo isst Kaiserslautern? RHEINPFALZ Plus Artikel Wo FCK-Trainer Lieberknecht in der Region am liebsten Essen geht

Dampfnudeln mit Wein- oder Vanille-Sauce? FCK-Trainer Torsten Lieberknecht hat da eine klare Präferenz.
Dampfnudeln mit Wein- oder Vanille-Sauce? FCK-Trainer Torsten Lieberknecht hat da eine klare Präferenz.

Griechisch und Italienisch mag er, Indisch eher nicht so. FCK-Trainer Torsten Lieberknecht spricht über Pfälzische Küche, Lieblingslokale und typisches Frust-Essen.

Herr Lieberknecht, wir reden mal nicht über Fußball …
Das ist schon mal gut (lacht).

Es soll um Essen und Küche gehen. Sie sind Pfälzer, wie ist Ihr Verhältnis zur Pfälzischen Küche?
Da herrscht schon eine große Vertrautheit. Allein schon durch meine Eltern, ich bin mit Pfälzischen Gerichten aufgewachsen, Gequellte, weißer Käs’ und Hausmacher, das gab es bei uns einmal die Woche daheim. Dampfnudeln gab es auch bestimmt einmal die Woche. Wobei ich nicht so ein Fan von Wein-Sauce bin, wenn, dann doch eher Vanille-Sauce. Saumagen, was auch jeder kennt, gab es eher nicht. Wenn ich so drüber nachdenke: Da hängen viele Kindheitserinnerungen dran.

Kochen Sie heute auch mal selbst Gerichte aus der Pfalz?
Tatsächlich mache ich öfter mal Gequellte mit Quark, da wir einen Veganer in der Familie haben, lasse ich die Hausmacher weg. Noch ein Wort zu den Dampfnudeln …

… gerne …
Am besten finde ich die nicht ganz frisch aus der Pfanne, sondern eher so lauwarm, gerne auch abends noch mal aufgewärmt, mit Salzkruste.

Zwei Krusten oder nur eine?
(wie aus der Pistole geschossen) Nur eine!

Wo gehen Sie hin, wenn Sie Hausmannskost aus der Pfalz essen wollen?
Ich habe einige Anlaufstellen. Beispielsweise oberhalb von Hambach, die PWV-Hütte Hohe Loog, oder auch ganz klassisch in Hayna „Zur Krone“, aus alter Verbundenheit. Es gibt viele gute Restaurants in der Pfalz, das Nett’s Landhaus in Gimmeldingen etwa.

Und in Kaiserslautern? Wie sieht es da aus?
Der Klassiker ist das „Spinnrädl“ in der Innenstadt, aber auch das Gasthaus Fröhlich in Dansenberg, wobei es dort ja auch andere Gerichte gibt, nicht nur Sachen aus der Pfalz. Nicht zu vergessen in Mehlingen den Pfälzer Dampfnudelhof, wo wir es vorhin von Dampfnudeln hatten.

Haben Sie ein Lieblingsessen?
(überlegt) So ein richtiges Lieblingsessen habe ich gar nicht. Nein. Indisch – das ist nicht so meins, aber ansonsten? Asiatisch esse ich ganz gern, Thai oder auch Japanisch. Und mit italienischer Küche kriegt man mich immer!

Haben Sie in der Stadt oder der Region ein Lieblingsrestaurant?
Bei den Thailändern oder Asiaten habe ich mich noch nicht auf die Suche gemacht, aber bei den Griechen und Italienern bin ich schon fündig geworden.

Wo denn?
In der Eisenbahnstraße gibt es das Italiano Sapori Veri. Dort finde ich es sehr lecker. Das Restaurant ist sehr authentisch, hat eine offene Küche, da wird auch auf Wunsch mal was zubereitet, was nicht auf der Karte steht, oder auch mal eine neue Idee präsentiert.

Stehen Sie mehr auf Pasta oder doch eher Pizza?
Beim Italiener esse ich alles. Gerne auch Scaloppina, also Kalbsschnitzel, oder auch Fisch.

Und welcher Grieche steht bei Ihnen oben auf der Liste?
Elitis am Schillerplatz. Super freundliches Personal, da fühle ich mich immer willkommen. Und das Essen ist auch sehr lecker.

Sehr fleisch-lastig wahrscheinlich, wie das so ist bei den Griechen …
Nicht unbedingt. Da gibt es auch sehr leckere Vorspeisen ohne Fleisch, etwa panierte Zucchini, da muss man aufpassen, dass man sich nicht da schon satt ist. Aber klar: Bifteki geht nicht ohne Fleisch. Aber es gibt noch viele andere tolle Lokale in der Stadt, Firenze etwa oder Vicino – Manifattura di Pasta, um nur mal noch zwei weitere zu nennen.

Wie finden Sie die Gastro-Szene allgemein in der Region?
Also ich finde immer was, habe auch Spaß daran, neues zu entdecken. In Darmstadt, wo ich ja lange war, habe ich dann irgendwann den Einheimischen erklärt, wo sie gut essen gehen können (lacht). Für mich ist Essen gehen Entspannung pur, da kann ich richtig abschalten. Wie auch bei guten Konzerten.

Was fehlt Ihnen am kulinarischen Angebot in der Stadt oder im Kreis?
(überlegt) Um das seriös beurteilen zu können, muss ich mich noch ein wenig umschauen. Wenn ich jetzt sage, dass mir ein ordentlicher Asiate fehlt, dann liegt es vielleicht auch daran, dass ich noch nicht richtig gesucht habe, noch nicht alles erkundet habe.

Jetzt kommt doch noch ein wenig Fußball rein. Was essen Sie gerne nach Siegen? So wie nach dem 3:1 gegen Darmstadt am vergangenen Sonntag?
Wenn wir mit der Mannschaft unterwegs sind, dann weiß ich schon, was die Jungs gern essen, da ist dann Pizza hoch im Kurs, oder einfach mal einen Döner. Das finden dann natürlich alle Ernährungsberater nicht so gut. Aber Pizza und Döner – das ist das, was die Mannschaft auch liebt.

Und was ist Frustessen bei Ihnen? Wenn es etwa beim 0:1 geblieben wäre am Sonntag?
Schokolade, ganz klar.

Sie müssen dann aber nicht zum Chocolatier?
(lächelt) Nein, Schokolade habe ich immer zu Hause.

Und wenn Sie sich selbst an den Herd stellen? Was gibt es da?
Pasta, die angesprochenen Gequellte, ich bin da sehr puristisch, muss ich sagen. Ich kann aber auch Parmesan-Schnitzel. Da heißt es in der Familie, das könne ich öfter machen (grinst).

Hatten Ihre Trainerstationen – Braunschweig, etwa, oder Darmstadt – Einfluss auf Ihre Vorlieben?
In Braunschweig gab es viel sogenanntes Braunkohle-Essen, das war viel Grünkohl, wobei die in Braunschweig Braunkohl sagen, mit Pinkel. Aber auch Spargel gab es da. Den habe ich vorhin übrigens ganz vergessen, bei den Pfälzer Gerichten, die ich gerne esse.

Spargel? In Braunschweig?
Ja, das war ganz interessant. Ich habe dort, als ich das erste Mal dort war, im Pfälzer Hof gewohnt. Die Straßennamen drumherum waren auch alle mit Pfalzbezug. Es gab da wohl mal so was wie eine Pfälzer Kolonie. Und die haben dann den Spargel mit nach Braunschweig gebracht.

Interessant.
Die Niedersachen essen zudem viel Wild.

Ist das Ihr Fall?
Nicht alles, nein. In meiner Duisburger Zeit habe ich zwischen Duisburg und Düsseldorf gewohnt. In Düsseldorf wohnen ja bekanntermaßen viele Japaner, dort gibt es auch eigene, kleine Viertel und entsprechend gab es viele japanische Restaurants, die sehr gut waren. In Darmstadt habe ich viele sehr gute Italiener kennengelernt. Die Vielfalt im Angebot war dort riesengroß, zumindest für eine Stadt mit rund 160.000 Einwohnern. Könnte von dem Einfluss von Frankfurt herrühren.

Was gibt es beim nächsten Mannschaftsessen? Was steht da auf der Karte?
Ich bin ja noch in der Pflicht wegen meines Geburtstags. Da gab es für die Geschäftsstelle die angesprochenen Dampfnudeln, das kam sehr gut an. Bei der Mannschaft muss ich mal schauen. Wir haben ja eine sehr bunte Truppe, da ist die Bandbreite der Vorlieben groß. Ich nenne jetzt mal stellvertretend unseren Nigerianer Afeez Aremu oder Naatan Skyttä aus Finnland. Das wäre mal interessant, zu hören, was deren Lieblingsessen ist. (überlegt kurz) Noch besser wäre es: Wir lassen die mal kochen für die Mannschaft! Das wäre doch mal eine Idee.

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Wo isst Kaiserslautern?

Diese Frage möchten wir von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, beantwortet haben. In welchem Restaurant in Kaiserslautern oder dem Landkreis gehen Sie am liebsten essen?
Geben Sie hier Ihren Vorschlag, indem Sie uns beispielsweise eine Mail an redkai@rheinpfalz.de senden. Wir sammeln Ihre Vorschläge bis zum 15. September und starten anschließend eine Abstimmung, in der wir wissen wollen: Welches Lokal ist das beliebteste?

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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