Kaiserslautern
Wintereinbruch sorgt für Massenkarambolage auf der A6
Massenkarambolage auf der A6: Dieser Alarm erreichte die Wehren der Region am Montag um 10.54 Uhr und ließ sie mit einem mächtigen Aufgebot ausrücken. Einsatzleiter Florian Rahmseger berichtet: Die Retter-Truppen setzten 41 Fahrzeuge und 150 Leute in Marsch, sie kamen aus Enkenbach-Alsenborn, vor allem aber aus der Verbandsgemeinde Leiningerland und aus Grünstadt. Denn gekracht hatte es auf der Fahrbahn in Richtung Westen hinter Wattenheim, die Unfallstelle war daher am besten aus östlicher Richtung zu erreichen.
Ein Lastwagen war laut Polizei bei winterlichen Wetterverhältnissen in die Leitplanke gerutscht. Deshalb kamen weitere 15 Fahrzeuge ins Trudeln und fuhren aufeinander auf. Daraufhin bildete sich ein Stau, an dessen Ende noch ein Wagen und ein Autotransporter miteinander kollidierten. Der Lkw verlor einen Teil seiner Ladung: Ein Audi stürzte in die Böschung. Insgesamt, so eine Polizei-Sprecherin, waren an dem Unfall zehn Autos, sechs Lkw und zwei Transporter beteiligt.
Vorsichtshalber stiegen auch zwei Rettungshubschrauber auf, und neun Krankenwagen fuhren los. Die Hubschrauber drehten schließlich um, wurden nicht gebraucht. Vor Ort verschafften sich die ersten Wehrleute zunächst einen Überblick, erzählt der Einsatzleiter: Sie klapperten alle Wracks ab, schauten nach möglichen Verletzten. Die meisten Insassen kamen aber glimpflich davon. Nur zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Eine dieser Personen erlitt leichte Blessuren, die andere schwerere Verletzungen, „die aber nicht lebensbedrohlich sind“, sagt die Polizeisprecherin. Einsatzleiter Rahmseger berichtet: Niemand musste aus einem der Wracks herausgeschnitten werden. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro aus.
Die A6 war am Montag für viele Stunden zwischen Wattenheim und Enkenbach-Alsenborn in beide Richtungen gesperrt. Es bildeten sich lange Staus. Die Schnelleinsatzgruppe des Kreises Bad Dürkheims versorgte die in ihren Autos ausharrenden Menschen mit Getränken und warmen Decken. Denn die Polizei konnte sie nur nach und nach von der Autobahn lotsen.
Die Wehrleute an der eigentlichen Unfallstelle kümmerten sich derweil um auslaufendes Frostschutzmittel und Diesel-Kraftstoff. Außerdem, sagt Rahmseger, war im Fall eines Lastwagens zu überprüfen, ob er Gefahrgut geladen hatte. Seine Fracht entpuppte sich als harmlos.
Eine Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß
Auch auf der B37 zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer hat es am Montagmittag gekracht. Wie die Polizei mitteilt, stießen dort aufgrund der Witterungsverhältnisse zwei Hyundais frontal zusammen. Eine 45-Jährige verlor auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen und rutschte in den Gegenverkehr. Sie stieß mit einer 39-Jährigen zusammen. Die Bundesstraße war kurzzeitig in beide Richtungen gesperrt. Drei Personen wurden bei dem Unfall verletzt, die 39-jährige Frau schwer. Sie wurden mit Rettungswägen ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallverursacherin kam ohne Verletzungen davon. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf circa 22.000 Euro.
Glimpflicher ging es dagegen trotz des Wintereinbruchs auf den Straßen im Stadtgebiet ab. Dort sei es bei kleineren Unfällen mit Blechschäden geblieben, „typisch für das Winterwetter, aber nichts Größeres“, so Lautenschläger. Bei der aktuellen Wetterlage sei es weiterhin wichtig, die Geschwindigkeit anzupassen, da nie klar sei, ob es nicht doch an der ein oder anderen Stelle glatt und dadurch rutschig sei. Insgesamt zählte das Polizeipräsidium Westpfalz in seinem Zuständigkeitsbereich vom frühen Montagmorgen bis -nachmittag 30 Unfälle, im Gebiet der Polizeidirektion Kaiserslautern allein 21.
Kurzzeitig fallen Stadtbusse aus
Boris Flesch, Leiter der Verkehrsbetriebe bei den Stadtwerken, erklärte am Montagnachmittag, dass „auf einigen Streckenabschnitten Busse ausgefallen sind“. Betroffen war beispielsweise der Sonnenberg (Linie 102) und der Bännjerrück (Linie 104), aber einige andere Strecken. Aufgrund von Eisglätte hätten die Stadtbusse zwischenzeitlich an einigen Stellen nicht fahren können, gegen 14.30 Uhr war am Montag aber wieder alles geräumt und die Busse fuhren wie gewohnt, so Flesch. Die Schulbusse seien von den Ausfällen nicht betroffen gewesen.