Kaiserslautern Westpfalz-Klinikum beteiligt sich an bundesweiter Protestaktion

Bei der Protestaktion wird das Westpfalz-Klinikum rot angestrahlt.
Bei der Protestaktion wird das Westpfalz-Klinikum rot angestrahlt.

Das Westpfalz-Klinikum schlägt am 20. Juni gemeinsam mit vielen anderen deutschen Kliniken Alarm. Mit einem bundesweiten Protesttag werden die deutschen Krankenhäuser in zahlreichen Kliniken auf ihre ernste wirtschaftliche Lage aufmerksam machen.

„Wir beteiligen uns an dieser bundesweiten Protestaktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft, weil wir mit Nachdruck auf die massive Bedrohung der Krankenhauslandschaft aufmerksam machen wollen. Wir sind am Limit“, sagt Thorsten Hemmer, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums. Entsprechend dem Motto der Protestaktion – „Alarmstufe Rot“ – lässt das Klinikum die Eingänge seiner Standorte in Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen seit Montag für eine Woche nachts rot erstrahlen.

Reform sorgt für Sorgen

Inflation und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie setzten den Krankenhäusern weiterhin immens zu. Hinzu kämen die Tarifabschlüsse und die Unsicherheiten zur anstehenden Krankenhausreform. „Es ist zu befürchten, dass viele Krankenhaus-Standorte diese Reform gar nicht mehr erleben werden“, sagt Andrea Bergsträßer, Pflegedirektorin am Westpfalz-Klinikum. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland sei mittlerweile ein Viertel aller Kliniken akut insolvenzgefährdet, wie der „Krankenhaus Rating Report“ des RWI-Leibniz-Instituts ergeben hat.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat zudem eine Unterschriftenaktion gestartet. Wer die Forderungen der Krankenhäuser unterstützen möchte, kann hier seine Stimme abgeben.

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