Kaiserslautern Wenn der Rhythmus direkt in die Beine geht

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Bei der Country Night entführte die Band Louisiana on Tour am Samstagabend im Congress Center Ramstein etwa 300 Gäste in die Welt der Countrymusik und bot auch die Möglichkeit zu Line Dance.

Lange Tischreihen standen sternförmig im großen Saal und ließen in der Mitte vor der Bühne viel Platz zum Tanzen. Den nutzten die Gäste auch fleißig, viele Tanzfans bewegten sich mit unübersehbarem Spaß auf der Fläche, doch ohne zu drängeln. Die Band Louisiana on Tour und ihr Publikum waren sichtlich ein eingespieltes Team. „Wir sprechen uns mit den Tänzern ab“, erzählte Sängerin Elke Brooks. „Wir veröffentlichen unser Programm immer schon vor einem Auftritt auf unserer Homepage. Und manchmal treten auch die Tänzer an uns heran: Wir haben einen neuen Tanz gelernt, macht doch bitte im Konzert einen Song dazu.“ Auch im Saal lagen überall Ausdrucke des Programms mit den dazu empfohlenen Tänzen aus. Dieses Konzept einer interaktiven Show zwischen Band und Publikum hat sich seit vielen Jahren bewährt. Louisiana on Tour hat inzwischen eine treue Fangemeinde, die Stimmung im Saal ist trotz der vielen Besucher fast familiär, viele kennen sich und begrüßen sich als alte Freunde. Sängerin Elke Brooks, Gitarrist und Sänger Lars Grote, Bassist und Sänger Evel alias Volker Benz, Gitarrist Dirk Bruckheimer, Schlagzeuger Lothar Blohm sowie Casey alias Manfred Peer mit seiner Pedalsteel-Gitarre sorgten für originales Country-Feeling mit vielen bekannten Hits, stellten aber auch eigene Songs wie „Somebody’s Angel“, „Brand New Day“ oder „My Heart Is A Highway“ vor, die die Band in der US-amerikanischen Country-Hochburg Nashville aufgenommen hat. Lynn Andersons Song „Rosegarden“, von Elke Brooks mit kehlig-warmer, dunkler Stimme gesungen, faszinierte sowohl durch das Timbre der Sängerin wie auch durch den Sound der Band und die zügigen Tempi, die viele auf die Tanzfläche lockten. Andere Gäste trommelten den Rhythmus mit den Händen auf den Tisch, während sie sich bei einem kühlen Bier unterhielten. „Und, wie gefällt es euch? Wie ist das Stimmungsbarometer?“, rief Elke Brooks in den Saal. Begeisterte Zurufe antworteten ihr, immer mehr Menschen fingen an zu tanzen. Dass Louisiana on Tour aber auch rockige Rhythmen drauf hat, bewies die Band mit Eddie Rabbits Song „I Love A Rainy Night“. Folk-Akzente steuerten Brooks mit ihrer tiefen, kehligen und doch vollen Stimme und ihre Band in „Baby Easy Ride“ von Carlene Carter bei, der flotte Rhythmus ging den Tänzern, aber auch den Zuhörern so richtig in die Beine. Das markant-pochende Motiv von Freddie Mercurys „We Will Rock You“ leitete Shania Twains Song „Honey I’m Home“ ein, zügig pulsierende Tempi steigerten die Stimmung. Gefühlvolle Balladen, die einzelne Besucher auch mitsangen, waren „Trail Of Tears“ von Billy Ray Cyrus und Travis Tritts „Where Corn Don’t Grow“, das Lars Grote mit markigem Bariton interpretierte. Der schnell-pochende, volle Sound von Hurts’ „Silver Lining“ lockte immer mehr Menschen auf die Tanzfläche. Die meisten Tänze waren Line Dances in klaren Schrittformationen, zum Schluss gab es aber auch einige Paartänze. „Die Line Dances kommen von den Amerikanern. Wenn ihre Männer draußen waren, wollten die Frauen auch mal allein tanzen können, ohne Anmache oder gar angetatscht zu werden“, erklärte Elke Brooks die Beliebtheit der Line Dances. Kathy Hirnberg ist seit zehn Jahren Fan der Country Night. „Ich komme aus Virginia“, erzählte die Amerikanerin. „Dort sind die Line Dances in den Bars sehr beliebt. Als meine Kinder größer waren, hab’ ich nach einer Möglichkeit gesucht, das auch hier in Deutschland machen zu können. Und übers Internet habe ich die Country Night gefunden. Heute ist es einfach wunderbar“, strahlte sie begeistert. „Countrymusik und Line Dance – das ist meine Leidenschaft“.

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