STADTLEBEN Welt-Recyclingtag: Tipps von Nicole Blauth und Isabel Deubig

Stieg 1991 als Auszubildende in den Betrieb der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) ein, als diese noch als Deponie-
Stieg 1991 als Auszubildende in den Betrieb der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) ein, als diese noch als Deponie-Zweckverband firmierte: Nicole Blauth.

Heute ist Welt-Recyclingtag. Für Isabel Deubig und Nicole Blauth ist eigentlich jeder Tag ein Recyclingtag. Und das seit vielen Jahren. Die beiden heute 47-jährigen Abfallexpertinnen waren 1991 die ersten Auszubildenden bei der Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK), als diese noch als Deponie-Zweckverband firmierte.

Nach der Ausbildung haben sie sich berufsbegleitend fortgebildet: Erst zu Umweltschutztechnikern, danach zu Betriebswirten. Der Begriff Recycling ist laut Deubig und Blauth breit zu definieren. Schließlich sehe die Abfallhierarchie noch vor dem Recycling als Optionen das Vermeiden und das Wiederverwenden vor. Und irgendwie hängt dann auch alles mit allem zusammen.

„Recycling ist nur dann erfolgreich, wenn zuvor die Abfalltrennung funktioniert“, erklärt Nicole Blauth. Deshalb sei es so enorm wichtig, Abfälle sortenrein und getrennt zu sammeln, ergänzt Isabel Deubig. „Viele Abfallfraktionen wie Glas oder Papier können tatsächlich durch moderne Recyclingprozesse wieder zu neuem Leben erweckt werden.“

Lieblingsthema: Bioabfall

Um dann zu ihrem Lieblingsthema zu kommen: „Bioabfall ist übrigens auch Recycling. So wird aus Essensresten und Grünabfällen hochwertiger Kompost“, sagt Isabel Deubig. Sie muss es schließlich wissen: Im Kapiteltal werden die Bioabfälle von mehr als einer Million Menschen verwertet. Neben Kompost entstehen durch die Verwertung der Bioabfälle Wärme und Strom. Eingespeist in das Netz der SWK gelangen also, vereinfacht ausgedrückt, die Gartenabfälle und Essensreste ein paar Wochen später wieder als Strom zum Verursacher zurück. Mehr Recycling geht nicht.

Abfallvermeidung hat einen hohen Stellenwert

Um Ressourcen zu schonen, genießt die Abfallvermeidung in der Abfallhierarchie einen hohen Stellenwert. Isabel Deubig und Nicole Blauth verweisen auf die Knaudel-Ecke bei der ZAK, einen Eckpfeiler bei der Auszeichnung zum „grünen Wertstoffhof“ durch die Deutsche Umwelthilfe im vergangenen Jahr. Dabei handelt es sich um eine Art Tausch- und Verschenkbörse für Gebrauchsgegenstände, die eigentlich noch viel zu gut in Schuss sind, um ihnen im Müllcontainer den Garaus zu machen. Ob Bücher, Spielsachen oder Möbelstücke, vieles findet so wieder einen neuen Besitzer.

Tipp: Repair-Cafés nutzen

Und noch einen Tipp haben die beiden Abfallexpertinnen parat: Statt nicht mehr funktionstüchtige Elektrogeräte zu verschrotten, lassen sich diese oftmals unter fachlicher Anleitung problemlos reparieren und so ihre Lebensdauer verlängern. Auch in der Stadt Kaiserslautern und im Landkreis gibt es solche „Repair-Cafés“. Erst wenn die Geräte tatsächlich irgendwann den Geist aufgeben, landen sie im Wertstoffhof und werden dem Recycling zugeführt. Am Welt-Recyclingtag und an jedem anderen Tag. |lbd

Wie ihre Kollegin Nicole Blauth hat sich Isabel Deubig nach ihrer Lehrzeit zur Betriebswirtin weitergebildet.
Wie ihre Kollegin Nicole Blauth hat sich Isabel Deubig nach ihrer Lehrzeit zur Betriebswirtin weitergebildet.
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