Betzegeflüster RHEINPFALZ Plus Artikel Welchen Gegner sich die FCK-Pressesprecherin im DFB-Pokalviertelfinale wünscht

Einer der vielen Jobs von Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck: die Moderation der Pressekonferenzen beim FCK, hier nach dem Spiel gegen
Einer der vielen Jobs von Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck: die Moderation der Pressekonferenzen beim FCK, hier nach dem Spiel gegen Greuther Fürth, im Hintergrund der damalige Cheftrainer Dirk Schuster.

Manchmal kommt es anders, als frau denkt: So war das am 30. November bei Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck, seit Saisonbeginn Pressesprecherin des 1. FC Kaiserslautern.

Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck hatte die vor Spieltagen obligatorische Pressekonferenz mit FCK-Trainer Dirk Schuster Ende November vor dem Spiel des FCK in Magdeburg vorbereitet. Der wurde aber eben an diesem Vormittag – ebenso wie Co-Trainer Sascha Franz – freigestellt – und das Pressegespräch abgesagt. Hektische Stunden und Tage folgten: Pressemeldung, Anfragen, Nachfragen, Telefonate, das 1:4 in Magdeburg, die Verpflichtung des neuen Trainers, am Montag die Vorstellung von Dimitrios Grammozis als Chef-Coach, am Dienstag das Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg, am Freitag die Spieltagspressekonferenz gegen Hertha BSC, das letzte Heimspiel der Zweitliga-Hinrunde. Am Sonntag, 19.15 Uhr, heißt es dann auch für die Pressesprecherin Daumen drücken bei der Auslosung des DFB-Pokal-Viertelfinales. Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck hofft, dass Christian Wück und Jens Nowotny, die die deutsche U17 zum Weltmeistertitel führten, dem FCK ein Heimlos bescheren. „Gladbach oder Fortuna Düsseldorf“, nennt Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck ihre Wunschgegner.

Besonderer erster Tag als FCK-Praktikantin

Am 30. Juli 1989 in Mainz geboren, in Hessen groß geworden, wurde Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck durch ihren Papa früh fußballerisch sozialisiert. Ihr Fan-Herz schlägt von klein auf für den FCK, die Westkurve war ihre zweite Heimat. Viele Praktika verschaffen Klarheit. Die junge Frau möchte „was mit Sport und Medien machen“. Nach dem Abitur 2008 studiert sie Sportwissenschaft, absolviert ein Praktikum bei Radio RPR und dessen Urgestein Michel Hasslinger. 2010 kam sie als Praktikantin zum FCK, erlebte zu ihrem Einstand einen unvergessenen 2:0-Heimsieg gegen Bayern München. „Srdjan Lakic und Ivo Ilicevic schossen die Tore“, erinnert sich die neue Stimme vom Betze gerne an jenen Freitag unter Flutlicht, als Florian Dick Franck Ribéry kaltstellte. „Früher als Fan habe ich Flo Dick zugejubelt, heute ist er Teammanager und wir arbeiten prima zusammen“, erzählt die Pressesprecherin, für die am Ende ihres Studiums klar war: „Ich möchte für einen Verein arbeiten.“ Beim damaligen Zweitligisten FSV Frankfurt wird 2012 aus der Praktikantin die Volontärin Hauck. Pressechef dort war Matthias Gast, assistiert von Sascha Schneider, der heute Vereinsmanager beim e.V. des FCK ist. Kleine, große Fußball-Welt …

Das Handy steht selten still bei einer Pressesprecherin eines Traditionsvereins.
Das Handy steht selten still bei einer Pressesprecherin eines Traditionsvereins.

Für die Zeit beim FSV ist Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck dankbar: „Ich konnte alle Bereiche kennenlernen, Stadion-Magazin, Online-Kanäle, Videos.“ Mit ihrer Bewerbung hatte sie Glück, kam zu Saisonbeginn 2014/15 zum FCK in die Presseabteilung, deren Leitung sie nun innehat. Sie ist nach Michael Novak, Oliver Dütschke, Christian Gruber, Lisa Netzhammer und Stefan Roßkopf die sechste Hauptamtliche beim FCK in dieser Funktion, verantwortet die Kommunikation im Sportbereich mit Geschäftsführer, Trainerteam, Mannschaft, Interviewanfragen, Pressekonferenzen. Kollege Roßkopf ist jetzt für die Unternehmens-Kommunikation verantwortlich. „Man hat sehr viel Verantwortung, muss entscheiden, wie gehen wir mit gewissen Situationen um“, beschreibt die Pressesprecherin den Spagat, den Wünschen der Medienpartner nach möglichst aktueller und exklusiver Information und den Vorstellungen der Vereinsverantwortlichen gerecht zu werden.

„Nie wirklich Feierabend“

Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck arbeitet in einer Männerwelt – und fühlt sich wohl. Sie ist bald zehn Jahre im Verein, sie wird von den Profis geschätzt und respektiert. „In dem Job hast du nie so wirklichen Feierabend“, sagt die Pressesprecherin, das Handy ist auch daheim ein ständiger Begleiter. „Mein Mann ist FCK-Fan, er hat großes Verständnis“, betont sie. „Menschlich sauber“ bewertet sie den persönlichen Abschied von Dirk Schuster und Sascha Franz auch von der Presseabteilung. „Wir haben ihnen sehr gerne ermöglicht, sich auf unseren Kanälen von den Fans zu verabschieden, dafür waren sie sehr dankbar“, sagt Beisiegel-Hauck, die nun dabei ist, die Wünsche und Vorstellungen von Trainer Grammozis kennenzulernen, der als Profi auf dem Platz mit Feuer verteidigte, neben dem Platz höflich und respektvoll auftrat. So hat ihn Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck auch kennengelernt, „sehr ruhig, entspannt“. Am Samstag ab 13 Uhr will „Dimi“ seine Jungs wieder brennen sehen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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