Kaiserslautern
Wasserball: Krokodile mit traditionellem Jahresauftakt
Sechs Tage bevor es für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ernst wird, haben sie am Wochenende im Schulzentrum Süd nochmals die Chance, die neuen Regeln bei einem Freundschaftsturnier zu verinnerlichen. Zur mittlerweile 17. Austragung des eigenen Mixed-Events empfangen die Krokodile sieben Gästeteams, die am Samstag (12 Uhr bis 17 Uhr) zunächst in zwei Vierergruppen um die optimale Ausgangslage für die Zwischenrunde (17.30 bis 19.30) kämpfen. Am Sonntag finden dann ab 10 Uhr die Semifinals und Platzierungsspiele statt.
Wie vor zwei Jahren werden sich nur acht Teams um den Titel beim Lauterer Mixed-Turnier streiten, was außer dem Fünferfeld beim 2004er Debüt die geringste Beteiligung darstellt. Während man 2018 allerdings aufgrund von Renovierungsarbeiten im Schulzentrum Süd eingeschränkt war, und weniger Gäste einladen konnte, waren es diesmal eher terminliche Überschneidungen mit Ligaspielen, die mehrere Kandidaten zur Absage zwangen. Nichtsdestotrotz dürfen die Krokodile wieder eine illustre und sehr starke Konkurrenz begrüßen, die ausnahmslos aus „alten Bekannten“ besteht, auch wenn mit der „SG D-A-CH“ ein neuer Name im Turnierplan auftaucht. Dahinter verbirgt sich allerdings der dreimalige Teilnehmer SV Bietigheim, der diesmal jedoch nur zu einem sehr geringen Teil aus Akteuren des SVB besteht und daher einen anderen Namen (mit den Herkunftsländern der Spieler) wählte.
Auf den ersten Blick haben die Lauterer mit ihrer Gruppe, in der man auf den Vorjahresletzten PSV Stuttgart, die junge Truppe des SV 08 Saarbrücken (2019 Sechster) und das Studententeam der Uni Karlsruhe (Neunter) trifft, wieder einmal ein sehr gutes Los erwischt. Allerdings trügt der Schein etwas, denn da der Modus in der Zwischenrunde „Überkreuzspiele“ mit der kompletten anderen Gruppe vorsieht, kann eine gute Ausgangsposition schnell verspielt sein – denn auch der Erste nach der Vorrunde muss sich gegen den Vierten der Parallelgruppe erst noch beweisen.
Und dort tummelt sich die Crème de la Crème der letzten Austragungen: Neben den „Ex-Bietigheimern“, die zweimal Dritter und 2019 Vierter wurden und sich im Sommer freiwillig aus der Zweiten Liga zurückzogen, ist auch der Vorjahresfünfte WC Ingolstadt am Start, der das Turnier bereits zweimal für sich entschied (2013 und 2016). Titelverteidiger SV Friedrichsthal, seines Zeichens amtierender Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und südwestdeutscher Pokalsieger, ist ebenfalls in Gruppe B – genauso wie Dauergast Stolberger SV. Die Rheinländer stiegen im Sommer erstmals in die Zweite Liga auf und sind somit diesmal als ranghöchster Teilnehmer natürlich auch wieder einer der Favoriten auf den Turniersieg, den sie bereits viermal (zuletzt 2018) erringen konnten.
Die Krokodile haben sich einen Platz auf dem Podest als Ziel gesetzt – vorzugsweise soll der Weg auch wieder ins Finale führen, was man bislang 13-mal geschafft hat. Ob es für den neunten Sieg reichen wird, ist wohl eher unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.
Angesichts der vor der Tür stehenden Oberligarunde wird es für den KSK, der seit Sommer kein Pflichtspiel mehr ausgetragen hat, auch noch ein letzter Test im Umgang mit den neuen Regeln sein, die in dieser Saison gelten. Während fast alle anderen Teilnehmer schon offiziell nach diesen Vorgaben gespielt haben, hatten meisten Lauterer bislang lediglich beim Turnier in Stolberg damit offiziell Kontakt. Für viele Akteure im Wasser, aber auch die Schieds- und Kampfrichter wird es trotzdem noch Neuland sein. Insbesondere die Änderung, dass man sich bei Freiwürfen jenseits der Sechsmeterlinie nun (unter Beachtung weiterer Bedingungen) auch selbst den Ball vorlegen darf, um ein Tor zu erzielen, könnte zu reichlich Verwirrung führen. Speziell die Centerverteidiger werden sich außerdem daran gewöhnen müssen, dass das altbekannte „solange der Gegner den Ball festhält, darf er auch mal etwas intensiver angegriffen werden“ aufgeweicht wurde und jetzt situationsbedingt schneller auf Strafwurf entschieden werden muss. Und auch in puncto Spieltaktik wird sich eventuell einiges ändern. Nicht nur, weil die Torhüter fortan mit in die gegnerische Hälfte kommen dürfen, sondern auch weil dem ballführenden Team nur noch einmal die kompletten 30 Sekunden Angriffszeit zugestanden werden. Bei einer Hinausstellung, einem Eckball oder einem erneuten Ballgewinn nach abgewehrtem Torwurf, bekommt man nun lediglich neue 20 Sekunden Zeit zum Abschluss.
Spielplan
Vorrunde am Samstag: 12 Uhr Karlsruhe-Saarbrücken, 12.25 Uhr Stuttgart-KSK, 12.50 Uhr Stolberg-SG D-A-CH, 13.15 Uhr Friedrichsthal-Ingolstadt, 13:40 Uhr Karlsruhe-Stuttgart, 14.05 Uhr Saarbrücken-KSK, 14.30 Uhr Stolberg-Friedrichsthal, 14.55 Uhr SG D-A-CH-Ingolstadt, 15.20 Uhr Karlsruhe-KSK, 15.45 Uhr Saarbrücken-Stuttgart, 16.10 Stolberg-Ingolstadt, 16.35 Uhr SG D-A-CH-Friedrichsthal
Zwischenrunde: 17.30 Uhr 1. Gruppe A - 4. Gruppe B, 18 Uhr 2. Gruppe A - 3. Gruppe B, 18.30 Uhr 3. Gruppe A - 2. Gruppe B, 19 Uhr 4. Gruppe A -1. Gruppe B
Sonntag: „Halbfinals“ ab 10 Uhr, Platzierungsspiele ab 12 Uhr, Finale 13.30 Uhr.