Kaiserslautern
Wasserball: Krokodile des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs kämpfen um Platz zwei

Mit zwei Spielen innerhalb von 17 Stunden beenden die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Wochenende ihre Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Für die derzeit zweitplatzierten Krokodile, die den Dritten SSV Trier (Samstag: 18.30 Uhr) sowie den Vierten SC Neustadt III (Sonntag: 11 Uhr) im Warmfreibad erwarten, geht es dabei um einiges: Zwischen Silbermedaille und dem undankbaren vierten Platz ist noch alles möglich.
Auch wenn noch insgesamt sieben Begegnungen ausstehen, sind die ersten Entscheidungen in der einzigen südwestdeutschen Wasserballliga bereits gefallen: Schon Ende Mai wurden die beiden letzten Plätze unwiderruflich an den SV Neunkirchen (4:24 Punkte) und den WSV Ludwigshafen III (2:24) vergeben, da die Rheinstädter wegen des knapp verlorenen direkten Vergleichs (20:12 und 3:13) auch bei einem Sieg in ihrem letzten Saisonspiel nicht mehr an den Saarländern vorbeiziehen können. Anfang Juni sicherte sich dann der souveräne Tabellenführer SV Friedrichsthal vorzeitig zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Oberliga-Meisterschaft und könnte bei noch zwei ausstehenden Partien und derzeit 21:1 Zählern der erste Titelträger ohne Niederlage seit 2009 werden, als der SC Poseidon Worms ebenfalls nur einen Minuspunkt aufwies. Die Krönung einer fast perfekten Saison strebt der SVF dann am 21. Juni an, wenn man im Finale des südwestdeutschen Pokals nach dem Double greift.
Wer hat die Nase vorn?
Während die Plätze eins, sieben und acht also vergeben sind, könnte sich auf den anderen Rängen noch einiges bewegen. Insbesondere der Kampf um die Positionen zwei bis vier ist dabei sehr spannend, kann aber am Wochenende bereits ebenfalls entschieden werden. Mit dem KSK (18:6 Punkte), dem SSV Trier (18:8) und dem SC Neustadt III (14:8) streiten sich drei Teams um die beiden noch zu vergebenden Medaillen. Da zur Bestimmung der Platzierung bei Punktgleichheit nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich herangezogen wird, sind noch fast alle Konstellationen möglich. Für die Krokodile, die in der Hinrunde in Trier mit 5:10 verloren und in Neustadt mit 10:6 gewannen, ist die Vorgabe aber relativ einfach: Holt man zwei Unentschieden, ist man definitiv Zweiter. Besiegt man den SSV Trier wäre man selbst bei einer knappen Niederlage gegen den SCN III noch Vizemeister. Bei einem Misserfolg gegen die Moselstädter ginge die Silbermedaille hingegen definitiv nach Trier, und der KSK müsste am Sonntag gegen Neustadt sogar noch um Bronze bangen. Rein theoretisch ist sogar noch der Extremfall möglich, dass am Ende alle drei Kontrahenten punktgleich sind. Nämlich dann, wenn die Krokodile gegen Trier remis spielen und gegen Neustadt verlieren – und der SCN in seinen dann noch verbleibenden zwei Spielen einen weiteren Punkt abgibt. In diesem Fall hätte dann Trier die Nase vorn, da man beide direkten Vergleiche für sich entschieden hätte – der KSK müsste sich mit Rang vier begnügen.
Trier ist Favorit
Die ärgerliche Niederlage in Trier, bei der die Lauterer sogar anfangs mit 2:0 führten, wiegt nun also doppelt schwer. Damals mussten die Krokodile auf Dirk Feddeck verzichten und schafften es nicht über die gesamte Spieldauer, das Fehlen des Goalgetters zu kompensieren. Ob er am Wochenende wieder dabei sein kann, ist noch offen – aber selbst wenn, geht Trier als Favorit in die Partie, zumal man seit 2015 kein Spiel mehr gegen den KSK verloren hat.
Am Sonntag im Vergleich mit der dritten Mannschaft aus Neustadt wird es vor allem entscheidend sein, wie stark der Gegner im Warmfreibad aufläuft. Mit seinem großen Kader könnte der SCN die Liga eigentlich nach Belieben dominieren, allerdings hat man es zuletzt eher darauf angelegt, die Konkurrenz dadurch zu verärgern, dass man zu einigen Spielen erst gar nicht angetreten ist und die Punkte am grünen Tisch verschenkt hat. Trier konnte davon profitieren und hat gegenüber Neustadt nach der 6:8-Niederlage im Hinspiel nun dank der 10:0 Wertung im direkten Vergleich die Nase vorn.
Auch wenn es vor der Saison nicht zu erwarten war, haben die Krokodile nach drei Jahren ohne Medaille diesmal tatsächlich wieder die große Chance auf einen Podiumsplatz. Natürlich möchten Stefan Raspudic und sein Team den momentanen zweiten Platz nicht mehr hergeben: „Wir haben es zu Hause selbst in der Hand und wollen uns für eine überraschend starke Spielzeit mit der Silbermedaille belohnen“, so der Spielertrainer.