Kaiserslautern Wasserball: Die Krokodile können’s noch

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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben ihre Minimal-Chance gewahrt, die rote Laterne in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar abgeben zu können. Beim WSV Vorwärts Ludwigshafen III landeten sie einen 16:10 (3:2/5:1/4:3/ 4:4)-Erfolg und rangieren einen Spieltag vor Saisonende nur einen Zähler hinter den Rheinstädtern.

Das Duell zweier unterbesetzter Mannschaften (Ludwigshafen hatte mit nur neun Akteuren sogar noch einen Spieler weniger an Bord als der KSK) verlief zumindest vom Ergebnis her im ersten Spielabschnitt auf Augenhöhe. Zwar waren die Lauterer optisch überlegen, hatten die besseren Chancen und nahmen den Gastgebern durch eine enge Deckung weitestgehend den Wind aus den Segeln, allerdings gelang es ihnen nicht, sich entscheidend abzusetzen. So stand zur ersten Pause auf der Anzeigetafel lediglich eine 3:2-Führung für die Krokodile, die bis dahin offensichtlich noch nicht das richtige Zielwasser getrunken hatten. Das sollte sich im zweiten Viertel ändern – zunächst musste man jedoch den erneuten Ausgleich hinnehmen. Danach war ein verwandelter Strafwurf für die Krokodile der Startschuss zu einer ganz starken Phase, in der der KSK die Ludwigshafener nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ. Fünf Treffer in Folge brachten zur Halbzeit eine beruhigende 8:3-Führung, die bei etwas konsequenterer Chancenverwertung durchaus noch hätte höher ausfallen können. Als die Gastgeber nach dem Seitenwechsel den Torwart wechselten und die Taktik änderten, war es mit der Dominanz der Krokodile aber wieder dahin. Vor allem die bis dahin sehr stabile Abwehr des KSK wirkte plötzlich überfordert, und die Lauterer mussten trotz Doppeldeckung mehrere Treffer aus der Centerposition hinnehmen. Da sie nun jedoch die Lücken in der weit aufgerückten Abwehr des WSV immer häufiger zu Kontern nutzten, gerieten sie nicht wirklich in Gefahr und konnten bis zur letzten Pause den Vorsprung auf sechs Treffer (12:6) ausbauen. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht mit Ruhm bekleckert – vor allem in der Verteidigung waren wir viel zu nachlässig“, analysierte Spielertrainer Stefan Raspudic die Partie, in der im Schlussabschnitt beide Teams noch jeweils viermal zum Endstand von 16:10 trafen. Erfolgreichster Lauterer Akteur war wieder einmal Dirk Feddeck mit sechs Toren, gefolgt von Stefan Stranz (5), Stefan Raspudic (4) und Johannes Bröhl. In der Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bleiben die Krokodile mit 3:11 Punkten zwar auf Rang fünf, haben nun den WSV Ludwigshafen III (4:10) aber wieder in Reichweite. Sollten die Rheinstädter ihre letzte Partie gegen die drittplatzierten Trierer verlieren und der KSK sein letztes Heimspiel gegen den SC Neustadt II erfolgreich gestalten, könnte er auf Platz vier vorrücken. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Attila Chouchan, Stefan Raspudic (4 Treffer), Melanie Keller, Johannes Bröhl (1), Stefan Stranz (5), Anita Raspudic, Frederik Ramthun, Jens Feddeck, Dirk Feddeck (6). |sts

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