Fussball
Warum der SVS mit Selbstvertrauen nach Fußgönheim reist
Noch bis zur 90. Minute sah es so aus, als würde der SV Steinwenden durch eine Heimniederlage ganz weit in den Abstiegskampf geraten. Die Gäste vom SV Rülzheim führten mit 1:0 und der SVS fand keine wirklich effektiven Mittel, die gut stehende Abwehr des SVR zu knacken. Als dann in der 90. Minute David Höft zum 1:1 traf, ging ein Ruck durch die Mannschaft und der SVS konnte durch den Treffer von Elias Schulze das Spiel noch drehen. Die Ausgangslage veränderte sich innerhalb von drei Minuten drastisch. Statt ganz tief in den Abstiegsstrudel abzugleiten, rückte der SVS auf Platz zwei der Tabelle vor.
„Es war ein ganz wichtiger Sieg, aber noch lange kein Befreiungsschlag. Wir liegen jetzt vor den entscheidenden Spielen gut im Rennen und haben uns vor allem wichtiges Selbstvertrauen geholt. Man hat aber im Training schon einen Ruck gespürt und die Jungs haben erkannt, was man erreichen kann, wenn man bis zur letzten Sekunde dranbleibt“, schätzt SVS-Trainer Meisenheimer mit etwas Abstand die Bedeutung der letzten Partie ein.
Die Ausgangsposition
Ganz wichtig dabei auch, dass der SV Steinwenden nach seinem Heimsieg in der Tabelle am kommenden Gegner ASV Fußgönheim vorbeiziehen konnte. Der ASV kann sich dadurch nur bei einem Sieg eine gute Ausgangsposition für die letzten beiden Spieltage sichern, steht also deutlich mehr unter Druck. Schon bei einem Unentschieden könnte Fußgönheim sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Der SVS würde zwar bei einem Remis einen „Big Point“ verpassen, wäre aber immer noch gut im Rennen.
Eine komplett andere Ausgangslage als beim Hinspiel, das der SVS mit 1:2 verloren hatte. Der ASV spielte effektiv aus einer kompakten Abwehr mit langen Bällen über die schnellen Außenstürmer und stellte damit Steinwenden immer wieder vor große Probleme. Am Sonntag wird nun der ASV gefordert sein, das Spiel selbst zu machen und kann weniger reagieren. Eine Spielweise, die dem SVS mehr liegt, was sich in der bisherigen Auswärtsstärke in der Abstiegsrunde widerspiegelt.
Respekt statt Angst
„Bei der Heimniederlage haben wir deutlich gesehen, dass der ASV über starke Spieler verfügt und wie effektiv die Mannschaft spielt. Wir fahren deshalb zwar mit Respekt, aber nicht mit Angst nach Fußgönheim. Wir haben auswärts noch kein Spiel verloren und gehen durchaus selbstbewusst in diese Partie“, blickt SVS-Trainer Meisenheimer optimistisch auf die Aufgabe am Sonntag.