Turnen
Vor der Show steht beim Turn-Team Sickingen der Trainingsfleiß
Die Vorbereitungen auf das alljährliche Schauturnen vor Weihnachten laufen beim Turn-Team Sickingen (TTS) schon eine ganze Weile auf Hochtouren. Von den ganz Kleinen bis hin zu den Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern, alle werden Teil des bunten Spektakels sein, wollen zeigen, was hinter dem Turnsport steckt.
Akrobatik und turnerische Elemente
Die Show mit viel Akrobatik, turnerischen Elementen und ein bisschen Schauspiel geht ursprünglich auf die Idee zurück, vor allem die Jüngsten einmal in einem entspannten und lockeren Umfeld ihr Können und die eigenen Fortschritte zeigen zu lassen. „Wir wollten einfach mal den Druck eines Wettkampfes rausnehmen“, stellt Lea Wätzold, TTS-Sportwartin, den Ursprung des Schauturnens vor. Längst ist die gewachsene Veranstaltung zur Tradition im Verein geworden.
„Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie manche der Kids bei solchen Auftritten aus sich rauskommen. Manchmal sind es genau die Kinder, bei denen man nicht dachte, dass sie sich zum Beispiel trauen, einen Einzelpart zu turnen“, ist die Trainerin Lea Wätzold vor allem eins, stolz auf den Turnnachwuchs, der für die große Show auch mal die Komfortzone verlässt.
Jede Übung muss sitzen
Bis die Veranstaltung steht, ist neben dem Sportlichen viel Kreativität und vor allem viel Organisation der Trainerinnen und Trainer gefragt. Das Wettkampftraining pausiert schließlich nicht, und gerade für die Turnerinnen und Turner, die sich im Spitzensport bewegen, waren noch bis in den November Kaderüberprüfungen zu absolvieren. Bereits im März stehen die Geräte schon wieder für die Einzelmeisterschaften parat. Da muss jede Übung sitzen. Trainingsfleiß ist gefordert. „Neben Starts bei Pfalz- und Landesmeisterschaften haben wir auch Starts bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften“, zählt die Sportwartin auf, wohin das Training führt.
Nebenbei dann noch Showelemente einstudieren, das gleicht fast einem Trainingsspagat, um in der Sprache der Turner zu bleiben. „Wir versuchen immer die Proben und den normalen Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten“, unterstreicht die Sportwartin, dass es durchaus auch Klimmzügen bedarf, um allem gerecht zu werden. Heißt in der Praxis, mitunter findet das Training fürs Schauturnen zusätzlich zum normalen Training statt. Bedeutet letztendlich doppelten Einsatz natürlich auch für das Trainerteam.
„Wir haben tolle Nachwuchstrainerinnen und -trainer, die gemeinsam mit unseren langjährigen Trainerinnen und Trainern eine super Arbeit machen“, sieht die Sportwartin den Verein insgesamt gut aufgestellt. Dazu zählt für sie auch ein sehr guter Zulauf an weiteren Kindern, die sich fürs Turnen interessieren.
Fast schon ein bisschen Luxus
Rund 300 Mitglieder stehen hinter dem TTS, das im vergangenen Jahr die alte Landstuhler Tennishalle zur Turnhalle und Vereinstrainingsstätte umgebaut hat. „Unsere Halle kommt ganz toll an. Die Kids haben sich schon sehr daran gewöhnt, teilweise nicht mehr aufbauen zu müssen“, sieht Lea Wätzold amüsiert in der Halle mit ihren festen Geräten schon fast ein bisschen Luxus. Allerdings sei der Verein inzwischen so groß geworden, dass eben doch noch teilweise in der Reichswaldsporthalle trainiert werde, und da heißt es vor dem Training auf- und nach dem Training wieder abbauen.
Matten schleppen und Geräte aufbauen steht auch am Samstag vor dem Weihnachtsschauturnen an. Dann erst kann das Turnspektakel mit vielen Höhepunkten und seinen mehr als 150 Mitwirkenden steigen.
Lea Wätzold und mit ihr der gesamte Verein hoffen auf voll besetzte Ränge, vor denen die Kids und Leistungsturner ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten präsentieren können.