Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Vor den Augen vieler Ex-Kollegen fehlt dem FCK II nur der letzte Abnehmer

Gleich voll im Spiel: Tyrese Zeiger (rechts), hier im Duell mit Nic Alsbach von der TuS Koblenz, spielte beim FCK II stark als E
Gleich voll im Spiel: Tyrese Zeiger (rechts), hier im Duell mit Nic Alsbach von der TuS Koblenz, spielte beim FCK II stark als Ersatz für Neal Gibs.

Der FCK II überwintert als Oberliga-Tabellenführer. Das Remis gegen TuS Koblenz ist trotz Unterzahl ärgerlich. Tyrese Zeigler fügt sich als Ersatz nahtlos ins Team ein.

Der letzte Oberliga-Auftritt des 1. FC Kaiserslautern II am Samstag gegen die TuS Koblenz hatte am Samstag auf Platz 4 am Betzenberg auch irgendwie etwas von einem Klassentreffen. Denn etliche ehemalige Spieler des FCK II wollten den Auftritt ihrer Ex-Kollegen gegen den Tabellenvierten aus Koblenz miterleben. Aus der Mannschaft der Vorsaison, die erst in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga scheiterte, waren Marius Bauer (jetzt SV Rödinghausen, Regionalliga West), Anas Bouda (FC Schalke 04 II, Regionalliga West), Robin Muth (FV Illertissen, Regionalliga Bayern), Emre Erkus (FC Swift Hesperingen, erste luxemburgische Liga) und Angelos Stavridis (SV Elversberg II, Saarlandliga) unter den 239 zahlenden Zuschauern. Dazu Marco Müller, der 2024 vom FCK II zur TuS Koblenz wechselte, jetzt für Rot-Weiß Koblenz spielt.

Sie alle sahen beim 0:0 einen FCK II, der trotz 60-minütiger Unterzahl – Melvin Wiesnet hatte wegen einer Notbremse in der 30. Minute Rot gesehen – das klar bessere Team war. Nur eines fehlte an diesem nasskalten Nachmittag: Die Belohnung für einen engagierten Auftritt in Form eines Tores. „Entweder hat der Abnehmer für die Vorlagen oder einfach das Quäntchen Glück vor dem Tor gefehlt“, sagt auch Tyrese Zeigler. Der 19-Jährige stand erstmals seit längerer Zeit in der Startformation des FCK II. Er ersetzte auf der rechten Defensivseite Neal Gibs, der am Samstag beim Zweitligateam im Kader für das Spiel bei Arminia Bielefeld stand.

Wirbel auf der rechten Seite

„Die Mannschaft hat mich wie immer gut aufgenommen“, sagt der 19-Jährige zu seinem Startelf-Einsatz. „Natürlich habe ich jetzt lange nicht von Anfang an gespielt, aber mit so einer starken Mannschaft um mich herum, ist es einfach nur geil, zu spielen.“ Dabei war ihm tatsächlich nicht anzumerken, dass er neu ins Team gekommen war. Vor allem in der zweiten Halbzeit sorgte er – trotz der Unterzahl – gemeinsam mit Owen Gibs auf der rechten Seiten für viel Wirbel. „Er ist reingekommen und hat wirklich ein ordentliches Spiel gemacht“, lobt auch FCK-Trainer Alexander Bugera den 19-Jährigen. „Vor allem in der zweiten Halbzeit ist viel über die rechte Seite mit Tyrese und Owen gekommen. Wir haben uns viele Möglichkeiten über die Seite erspielt. Nur hat eben gefehlt, dass der letzte Ball auch einen Abnehmer findet.“

Überhaupt, Bugera zollte seinem gesamten Team, das durch den Punkt als Oberliga-Tabellenführer mit einem Zahler mehr (47) als der FK Pirmasens, der allerdings ein Spiel weniger hat, überwintert, ein großes Lob: „Dass wir ein Mann weniger waren, hat uns nicht interessiert“, sagt der 47-Jährige. „Wir haben weiter mutig nach vorne gespielt. Es war auch in Unterzahl ein Spiel auf ein Tor. Koblenz wollte nur verteidigen.“

Koblenz verteidigt gut

Zeigler findet sogar, „dass wir gespielt haben als wären wir ein Mann mehr. Koblenz hat aber auch gut verteidigt im Mann gegen Mann. Es war dann auch schwierig, durchzukommen“. Dennoch, so der 19-Jährige: „Wir haben zwar das Tor nicht gemacht, aber im Großen und Ganzen können wir happy mit unserer Leistung sein. Ich finde, wir haben Koblenz dominiert vor allem in der zweiten Halbzeit – obwohl wir ein Mann weniger waren.“

Der Blick auf die Tabelle versüßt nun den Spielern und Trainern der U21 des FCK die lange Winterpause. Auch wenn die Serie von 13 Siegen in Folge am Samstag durch das 0:0 endete. „Wir nehmen jetzt den Punkt nach unserer Riesenserie mit“, sagt Bugera. „Dass die Serie irgendwann mal auch reißt, war mir klar. Das ist nun passiert. Ich glaube, wenn wir mit elf gegen elf gespielt hätten, wäre das Spiel auch nicht 0:0 ausgegangen. Aber wir gehen als Tabellenführer in die Pause, was schön ist.“

Froh über die Pause

Tyrese Zeigler ist jedenfalls auch ein Stück weit froh, dass jetzt erst einmal Pause ist. Erst am 19. Januar beginnt für ihn und seine Kollegen die Vorbereitung auf die Oberliga-Restrunde. „Ja, jetzt können wir erst einmal mal mit der Familie ein bisschen Weihnachten genießen“, sagt der 19-Jährige. „Und dann freuen wir uns auf die Rückrunde, die dann im März weitergeht.“ Und in der, so fügt sein Trainer noch an, könne seine Mannschaft dann ja eine neue Siegesserie starten.

Das werden dann die ehemaligen Spieler, die am Samstag da waren, wieder nur aus der Ferne verfolgen können. Und wahrscheinlich den Ex-Kollegen die Daumen drücken.

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