Kaiserslautern Von Pistole bis Pylon

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Die Technikabteilung des Stabsbereichs 2 des Polizeipräsidiums Westpfalz findet sich nicht in der Kaiserslauterer Logenstraße, sondern auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Enkenbach-Alsenborn. „Wir sind komplett ausgelagert“, sagt Markus Steinmetz, der Leiter des Stabsbereichs. Er schildert, dass jeder Polizeibeamte zu Beginn seiner Karriere mit seiner persönlichen Ausrüstung ausgestattet wird – unter anderem mit der Dienstwaffe. Die begleite jeden Beamten während seiner Laufbahn bei der Polizei. Je nachdem, wohin es den jungen Polizisten nach der Ausbildung verschlägt, wird die Ausrüstung angepasst. „Bei älteren Kollegen müssen wir auch immer mal wieder nachrüsten“, ergänzt Steinmetz schmunzelnd. Man unterscheide bei der Polizei unter anderem zwischen der persönlichen Ausstattung jeder Einsatzkraft – unter anderem Waffe, Gürtel, Schutzweste und Taschenlampe –, und der Ausstattung der Dienststelle, wie Digitalkameras zur Unfallaufnahme oder Beweissicherung, Verkehrsleitkegel und Alkohol-Vortest-Geräte. Der jährliche Finanzbedarf des Stabsbereich lasse sich nur schwer beziffern. Markus Mohr, Stellvertretender Leiter des Stabsbereichs, schildert: „Je nachdem, was wir im Jahresverlauf anschaffen.“ Um die 80.000 Euro sei die übliche Größenordnung. Wie in kaufmännischen Berufen, verbringen die Beamten im Stabsbereich 2, Technik, viel Zeit damit, Angebote einzuholen und Anbieter zu vergleichen. Steinmetz: „Man kennt die Firmen mittlerweile, steht immer wieder in Kontakt oder fährt auch mal auf Messen, um sich Neuheiten anzusehen.“ Mit Mohr geht’s in den Keller des Stabsgebäudes. Dort befinden sich Lagerräume, die Waffenkammer und – darauf kommt man nicht – ein Museum. „Eigentlich sieht’s hier anders aus, aber über uns wird gebaut, da mussten wir den Raum leer machen“, sagt Mohr fast entschuldigend. Außer ein paar leeren Vitrinen ist nichts zu sehen. Dafür umso mehr in der Waffenkammer selbst – in dem speziell gesichert Raum liegen zig Langwaffen. Fast sieht es so aus wie im Kinderzimmer – nur, dass die Waffen nicht aus Plastik sind, sondern echt. Mohr: „Das Museum ist natürlich nicht öffentlich einsehbar – abgesehen von vielleicht einem Tag der offenen Tür –, aber es dient den Kollegen dazu, verschiedenste Waffen kennenzulernen.“ Wie in einem Agentenfilm, sind selbst zu Schusswaffen umfunktionierte Kugelschreiber in dem Fundus zu sehen. Die Polizisten selbst sind konventioneller bewaffnet, als ihre Gegenspieler. Jeder Beamte ist mit jeweils einer Walther P99Q, so die genaue Typenbezeichnung ausgerüstet. „Außerdem hat jeder Kollege der Einsatzkräfte ein Reizstoffsprühgerät, also Pfefferspray, und einen Einsatzschlagstock, einen Teleskopstock, dabei“, sagt Mohr. Dazu liegt in jedem Einsatzfahrzeug, speziell gesichert, eine Maschinenpistole, Typ MP5. Seit Jahrzehnten eine Standardwaffe im Arsenal der rheinland-pfälzischen Polizei. Oft im Einsatz ist die Waffe nicht – „gottseidank“, sagt Mohr. Allerdings werde unter anderem in Amoktrainings der Einsatz mit der MP5 geübt. Der Teleskopschlagstock sei seit 2006 in der Westpfalz im Einsatz, zuvor waren die Beamten mit einer Art Gummiknüppel unterwegs. Den richtigen Umgang damit lernen Polizisten in der Ausbildung, genau wie mit dem Pfefferspray. Mohr demonstriert mit einer Übungspatrone die Reichweite des Reizstoffsprühgeräts. Beeindruckend. Im Nebenraum reihen sich Regale und Spinde aneinander. Hier findet sich alles, was das Polizistenherz begehrt – angefangen bei Taschenlampen (Polizeieinsatzleuchten) in den verschiedensten Variationen über Pylone (Leitkegel) und Schutzwesten in den verschiedensten Größen, bis hin zu Längenmessrädern und Feuerlöschern. „Eben alles, was nicht fährt und funkt“, sagt Mohr lachend.

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