Kaiserslautern „Von Meisterschaft reden wir noch nicht“

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Am Samstag herrschte mal wieder Party-Stimmung in der Dansenberger Sporthalle. Die Oberliga-Handballer des TuS Dansenberg hatten 60 Minuten lang ein Handball-Feuerwerk abgefackelt und den bisherigen Tabellenzweiten VT Zweibrücken-Saarpfalz absolut verdient mit 32:16 (15:5) geschlagen. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, feierten die TuS-Fans ihre Mannschaft, die Platz eins und den Anspruch auf die Meisterschaft untermauerte.

KAISERSLAUTERN. „Von Meisterschaft reden wir heute noch nicht. Wir denken von Spiel zu Spiel, und heute war es einfach ein überragendes Spiel“, freute sich TuS-Torhüter Markus Seitz, der mit einer herausragenden Leistung zwischen den Pfosten ein Pfeiler des Dansenberger Erfolges war. Den Sieg feierte das Gros der 600 Zuschauer in der restlos ausverkauften Halle ausgelassen. Zusammenrücken half nicht mehr, wer eine Viertelstunde vor Anpfiff nicht in der Halle war, kam nicht mehr rein. In der zwölften Minute musste Seitz einen Ball, den sein früherer Teamkollege Alexey Wetz, der jetzt für die VTZ spielt, aus dem Rückraum abgefeuert hatte, zum 4:6-Anschlusstreffer passieren lassen. Dann ließen Seitz und seine offensiv verteidigenden Vorderleute, die den Zweibrücker Angreifern schnell den Schneid abkauften, bis zur 29. Minute kein Tor mehr zu. In die Schnittstellen zu gehen, um Chancen zu generieren, das traute sich auf Zweibrücker Seite fast niemand mehr. Die Ideenlosigkeit im Zweibrücker Angriff wuchs von Minute zu Minute. „Markus war nach zehn Minuten in den Köpfen der VTZ-Angreifer“, freute sich TuS-Trainer Marco Sliwa über die Top-Leistung seines Torhüters. Und noch ein Spieler bereitete Sliwa und den Fans ganz viel Spaß: Steffen Kiefer. Der habe die richtige Antwort auf seine schwache Leistung in Bingen gegeben, lobte der TuS-Trainer. Zwölf Tore markierte Kiefer, neun im ersten Spielabschnitt, und freute sich im Spielverlauf über immer mehr Platz, den ihm seine früheren VTZ-Kollegen in der Abwehr einräumten. Mit Zweibrücken hatte Steffen Kiefer schon in der Dritten Liga gespielt. Mit dem TuS noch mal eine Liga höher angreifen, „das wäre sportlich reizvoll“, sagte er. Aber so weit wollte noch niemand denken. Die Meisterschaft, unterstrich Sliwa, sei nicht in diesem Spiel entschieden worden, und werde auch nicht so schnell entschieden. „Ein Spitzenspiel war es nur auf dem Papier“, konstatierte VTZ-Trainer Danijel Grgic nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft hatte ihren Teil nicht dazu beitragen können, musste die Dansenberger Dominanz anerkennen. „Die ersten Minuten konnten wir noch offen gestalten, dann ging nichts mehr“, resümierte VTZ-Kapitän Philip Wiese lange nach dem Abpfiff. Tomas Kraucevicius hatte die VTZ 1:0 in Führung geworfen. Bis zur achten Minute hielten die Zweibrücker das Spiel offen, dann dominierte der TuS mit einem nie zu bremsenden Tim Beutler am Regiepult, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Regisseur Beutler hatte das 1:1 selbst erzielt, dann setzte er erstmals Kiefer auf der halbrechten Rückraumseite in Szene. Der traf zum 2:1, zum 3:1, zum 5:3, 6:3 und 7:4 (12.). Ab diesem Zeitpunkt lief bei den Gästen nichts mehr zusammen, egal was Grgic probierte. Dansenberg hatte immer die richtige Antwort, feierte jede gelungene Abwehraktion, jeden Treffer ausgelassen. Sport So spielten sie TuS Dansenberg: Markus Seitz, Röll (Siebenmeter) - Kiefer (12/3), Tim Beutler (5), Mallios (1) - Labroue (3), Alexander Schulze (3) - Megaiookonomou (1) - Christopher Seitz (2), Jung (2), Munzinger (1), Lammering (1), Gromer (1/1) VT Zweibrücken-Saarpfalz: Klöckner, Serr (17.-47.) - Kraucevicius (1), Mokris (4/4), Wiese (1) - Stauch, Hauck (1) - Kurotschkin (1) - Wetz (4), Mohn (2), Mägel (1), Rifel (1), Hartz, Baumgart Spielfilm: 3:2 (7.), 6:4 (11.), 13:4 (28.), 15:5 (30.), 21:9 (39.), 24:11 (44.) 26:12 (49.), 30:15 (55.) 32:16 (60.) – Siebenmeter: 4/4:4/4 – Zeitstrafen: 5:2 – Rote Karte: Labroue (57./drei mal zwei Minuten) – Beste Spieler: Markus Seitz, Kiefer, Tim Beutler - Fehlanzeige – Zuschauer: 600 – Schiedsrichter: Haas/Müller (HV Rheinhessen). |add

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