Kaiserslautern Von 112 bis zum Abschlussgrillfest

Zum Tag der offenen Tür stürmten am Samstagnachmittag 40 Kinder die Freiwillige Feuerwehr Oberarnbach. Auf dem Programm rund um die Wache standen das Absetzen eines Notrufes, eine Übung der Jugendfeuerwehr Kindsbach und Wasserspiele.
„Wir wollen den Kindern die Aufgaben der Feuerwehr näherbringen“, berichtet Wehrführer Peter Hoppenheit. Bereits zum 15. Mal sei die Freiwillige Feuerwehr Oberarnbach deshalb beim Ferienprogramm der Verbandsgemeinde Landstuhl dabei. Erste Station ist der Mannschaftsraum, wo Hoppenheit den Kindern einen Crashkurs in Sachen Feuerwehr erteilt. Momentan seien 14 Feuerwehrmänner im aktiven Dienst und jährlich fielen zwischen 15 und 25 Einsätze an. „Was macht die Feuerwehr eigentlich?“, will er von den Kindern wissen. „Retten, löschen, bergen und schützen“, antwortet ein Junge, der die Lösung offensichtlich vom Diaprojektor abgelesen hat. „Wie lautet die Notrufnummer?“, fragt der Wehrführer weiter. „Das ist die 112, darüber haben wir in der Schule einen Test geschrieben“, meldet sich ein Mädchen zu Wort. Betreuer Marcel Dirschnabel erläutert seiner Gruppe in der Umkleide, wie sich der Feuerwehrmann beim Einsatz kleidet. „Warum hat die Feuerwehrjacke diese gelben Streifen?“, fragt er in die Runde. „Damit Autofahrer im Scheinwerferlicht den Feuerwehrmann rechtzeitig erkennen können“, weiß Julia. Es folgt noch eine kurzweilige Vorführung. Eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Kindsbach nimmt die Befehle ihres Gruppenführers entgegen und dann geht’s, ab wie die Feuerwehr: Schläuche werden ausgerollt, angekuppelt, der Verteiler gesetzt. Und schon heißt’s: „Erstes Rohr, Wasser Marsch!“ „Mein Bruder ist hier bei der Feuerwehr“, sagt der kleine Marlon mit leuchtenden Augen, „und ich gehe auch mal dazu.“ Dann dürfen die Kinder im Löschgruppenfahrzeug Platz nehmen und strahlen um die Wette, als Martinshorn und Blaulicht kurz eingeschaltet werden. Ob des schlechten Wetters finden die Wasserspiele kurzerhand in der Halle statt: Warnkegel, Schlauchbrücken und Leitern sind zu einem Hindernisparcours aufgebaut, den es zu bewältigen gilt. Einige versuchen, mit einem Strahlrohr auf Lübecker Hüten, also Leitkegeln, positionierte Tennisbälle zu treffen. „Ich freue mich schon aufs Essen“, gesteht der kleine Tim, der damit aufs gemeinsame Grillen anspielt, mit dem die Veranstaltung schließlich endet.