Kaiserslautern Viel Platz für hungrige Studenten

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Auf dem Campus Kammgarn der Hochschule Kaiserslautern wurde gestern Richtfest gefeiert. Der traditionelle Richtspruch, mit dem Zimmermann Nikolas Otto den Segen für Hausherrn und Nutzer erbat, galt dem Neubau des Mensa-Gebäudes mit Audimax. Wo spätestens zum Wintersemester 2016/17 Studenten ihre Mahlzeiten einnehmen werden, verfolgten am Vormittag im Rohbau viele Gäste die Feier.

In Grußworten wurde die Bedeutung der Hochschule für Wissenschaft und Stadtentwicklung am künftigen Standort hervorgehoben. Die Mainzer Finanzministerin Doris Ahnen bezeichnete die Baustelle in Kaiserslautern als die größte im Hochschulbau des Landes. Ziel des Baus sei es, der Hochschule einen wissenschaftlichen Schub zu geben, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Innovationsfreudigkeit zu stärken. Für die Stadtentwicklung stelle die Hochschule an diesem Standort einen Kristallisationspunkt dar. Das Ensemble sei energetisch optimiert und trage mit 40 Prozent regenerativer Energien zur Nachhaltigkeit bei, betonte Ahnen. Den Studierenden werde der Standort optimale Arbeitsbedingungen bieten. „Ein wunderbares Ensemble, in dem Wissenschaft in hervorragender Art und Weise betrieben werden kann“, sagte Ahnen. Hochschulpräsident Konrad Wolf erinnerte an die ersten Pläne vor 15 Jahren. Die Hochschule Kaiserslautern sei eine moderne Universität für angewandte Wissenschaften, an der alle akademischen Qualifizierungsstufen absolviert werden. Wolf sprach von einem städtebaulichen Glücksfall, wenn das Kammgarngelände und seine Architektur zu einem Hochschul-Campus würden. „Der neue Campus ist ein großes Stück Zukunftssicherung für unsere Hochschule aber auch für die Stadt und die Westpfalz.“ Mit einem attraktiven Studienangebot sei der Hochschule daran gelegen, weiterhin Studierende für die Westpfalz zu gewinnen und talentierte Nachwuchskräfte aus der Region in der Westpfalz zu halten. Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt erinnerte an den Strukturwandel Kaiserslauterns, von der Industriestadt zu einem Standort für Bildung und Forschung. Durch die Zusammenlegung des Hochschulbetriebes am Standort Kammgarn, das Gartenschaugelände und das Kulturzentrum Kammgarn entstehe eine Meile im Zeichen von Bildung, Innovation, Kultur und Naherholung. Ein Architektenwettbewerb mit 170 Teilnehmern habe unter Berücksichtigung von bürgerlichem Engagement für den Denkmalschutz den Gebäuden ein modernes Konzept mit höchsten energetischen Standards verliehen. „Eine großartige und nachhaltige Entwicklung, eine Bereicherung für die ganze Stadt.“ Marco Zimmer, Leiter des Studierendenwerks Kaiserslautern, das künftig Mensa und Cafeteria auf dem Campus betreibt, sprach von vielversprechenden Räumen. „Nächstes Jahr um die gleiche Zeit möchte ich die Mensa mit Studierenden gefüllt sehen.“ Künftig soll die Zahl der Essen von 350, wie sie jetzt in der Mensa in der Morlauterer Straße ausgegeben werden, auf 600 erhöht werden, sagte Zimmer. 82 Prozent der Studierenden besuchten täglich die Mensa. Norbert Höbel, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, dem Bauherrn, verwies mit Stolz auf die bereits erkennbaren Proportionen und die Größe des Neubaus der Mensa. (jsw)

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