Kaiserslautern Unterirdisch, aber erfolgreich

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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs bleiben auch nach dem dritten Saisonspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ungeschlagen. Allerdings bekleckerten sie sich bei der dritten Mannschaft des WSV Vorwärts Ludwigshafen keinesfalls mit Ruhm und konnten gegen das Nachwuchsteam vom Rhein lediglich einen umkämpften 14:11 (4:2/3:2/4:3/3:4)-Arbeitssieg einfahren.

Holla, was war das für ein Donnerwetter, das in der Pause zwischen dem dritten und vierten Viertel über die Krokodile hereinbrach. Trainer Phil Lane hatte sein Team erst gar nicht am Beckenrand verweilen lassen, sondern allesamt aus dem Wasser beordert und hielt seinen Akteuren eine ordentliche Standpauke. Mit Ärger im Bauch führte er der Mannschaft vor Augen, was ihm in den vorangegangenen 24 Minuten nicht gefallen hatte. Ein Wunder, dass die 120 Sekunden dafür ausreichten. Zu diesem Zeitpunkt lag der KSK zwar mit 11:7 in Führung, allerdings hatte er nichts von dem umgesetzt, was der Coach sehen wollte. Im Spiel nach vorn wurde das Team der Taktik des Trainers zu keiner Zeit gerecht, und wenn es doch mal einen guten Ansatz zeigte, machte es ihn durch haarsträubende Fehlpässe wieder kaputt. Auch die für die Verteidigung angeordnete Pressdeckung funktionierte allenfalls phasenweise, und man hatte Glück, dass die fast nur mit A- und B-Jugendlichen angetretenen Gastgeber nicht mehr Kapital aus den Fehlern der Lauterer schlagen konnten. Dass zur Halbzeit bereits drei Krokodile durch unnötige Fouls mit zwei persönlichen Fehlern belastet waren, missfiel dem Coach ebenso wie das eigene Überzahlspiel. Es gab jedoch Lichtblicke im oft rabenschwarzen Spiel der Krokodile. So spulte Wasserballwart Stefan Raspudic wieder einmal ein Schwimmpensum für zwei ab und glänzte als Vorbereiter für Dirk Feddeck, der fast nach Belieben traf. Melanie Keller stellte mit schönen Aktionen erneut unter Beweis, dass sie zurecht unter den ersten Sieben steht, und Oldie Helmut Lehmann, der nach seinem Debüt im Tor vor zwei Wochen gegen Ludwigshafen erstmals seit 2011 wieder im Feld spielte, zeigte, dass er in der Centerverteidigung immer noch eine Bank ist. Alles in allem war es aber eine unterdurchschnittliche Leistung, die den Trainer zurecht frustrierte. Zwar hatte der KSK auf der Anzeigentafel stets die Nase vorn, ließ Ludwigshafen aber auch nach einem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung (5:2 – 10. Minute) immer wieder zum Anschluss kommen. Erst beim Stand von 8:7 Mitte des dritten Viertels gelang es den Lauterern, drei Treffer in Folge zu erzielen und bis zur letzten Pause auf 11:7 davonzuziehen. Vor dem Auftritt beim SC Neustadt II am 4. März stehen die Krokodile mit 5:1 Punkten auf Rang vier. Wollen sie die Medaillenplätze nicht aus den Augen verlieren, müssen sie sich gehörig steigern. Ansatzpunkte zur Verbesserung lieferte die Partie genug. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck, Helmut Lehmann, Stefan Raspudic (2 Treffer), Melanie Keller, Youssef Chaouachi, Alex Lane, Stefan Stranz (2), Anita Raspudic, Juan Espinosa, Dirk Feddeck (10). |sts

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