Kaiserslautern Ukrainehilfe: Stadt bereitet sich auf Flüchtlingsansturm vor
Voraussichtlich am Donnerstag wird die neu eingerichtete Unterkunft in der Mennonitenstraße zur Verfügung stehen, kündigt die Stadtverwaltung an. Parallel werden zwei weitere Unterkünfte vorbereitet, so dass damit in naher Zukunft Platz für insgesamt zirka 150 Personen inklusiver sozialer Betreuung vorhanden sein wird. Da hauptsächlich Mütter mit Kindern auf der Flucht sind, sollen in den Unterkünften entsprechende Spielräume eingerichtet werden.
Diesen Gemeinschaftsunterkünften wird eine zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für das Stadtgebiet vorgeschaltet. Die Burgherrenhalle in Hohenecken wird dafür bis Ende der Woche vom Katastrophenschutz entsprechend hergerichtet. Dort sollen sich alle, die aus der Ukraine in Kaiserslautern ankommen, registrieren und bekommen dort bei Bedarf auch eine medizinische Betreuung und eine Notunterkunft. Von dort aus erfolgt dann die Weiterverteilung in die eigentlichen Unterkünfte.
Bislang haben sich 50 Menschen aus der Ukraine gemeldet
„Wie hoch der konkrete Bedarf sein wird, ist nach wie vor völlig unklar“, sagt Oberbürgermeister Klaus Weichel. Bislang haben sich rund 50 Ukrainerinnen und Ukrainer im Bürgercenter in Kaiserslautern angemeldet. Auf den von Bund und Land gesteuerten offiziellen Verteilwegen – das heißt, über die zentralen Aufnahmeeinrichtungen etwa in Kusel – sind bislang keine Menschen aus der Ukraine nach Kaiserslautern gekommen.
Um weitere Unterkünfte einzurichten, werden sich zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung nun, wie bereits 2015, ausschließlich der Unterkunftsakquise widmen. Inzwischen sind mehr als 50 Wohnungsangebote bei der Stadt eingegangen, die vor einer Anmietung überprüft und im Ernstfall besichtigt werden müssen. Wer der Stadt noch ein Wohnungsangebot machen möchte, kann dies ab heute, Mittwoch, mit einem Onlineformular tun, das auf der Internetseite der Stadt hinterlegt ist: www.kaiserslautern.de/ukraine.
Alle, die aus der Ukraine hier ankommen und auch bleiben möchten, sollen sich laut Stadtverwaltung im Bürgercenter, das heißt auf dem Einwohnermeldeamt, anmelden. Dort könnten die Menschen ohne Termin vorbeikommen. Auf der oben genannten Ukraine-Seite auf der städtischen Homepage findet sich ein Leitfaden in ukrainischer Sprache, der nach und nach um neue Informationen ergänzt werde.