Fußball
U19 des FCK: Den Formtrend im Südwest-Derby bestätigen
Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage beider Teams vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag (Anpfiff: 13 Uhr) kaum sein. Die U19 des 1. FC Kaiserslautern reist mit einer makellosen Rückrundenbilanz nach Karlsruhe: vier Spiele, vier Siege, nur ein Gegentreffer. Der Karlsruher SC ist hingegen nach einer starken Hinrunde deutlich abgefallen. Die Hoffnungen auf Liga A sind längst Geschichte, seit vier Spielen warten die Badener nun schon auf ihren nächsten Punkt. Für den Tabellenfünften geht es in den verbleibenden beiden Spielen der Rückrunde damit nur noch um Ergebniskosmetik.
FCK-Trainer Eimen Baffoun mahnt dennoch, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Ich würde mich von der Formtabelle nicht täuschen lassen. Zur Hinrunde standen sie noch auf dem dritten Platz und die gleichen Jungs spielen immer noch dort. Sie können jederzeit wieder diese Qualität abrufen.“
Bitteres Hinspiel
Wie gefährlich der KSC sein kann, zeigte bereits das Hinspiel: Dort waren alle Weichen bereits auf Punkteteilung gestellt – da schlugen die Karlsruher noch einmal erbarmungslos zu. In der 90. Minute bejubelte der KSC das 2:1 und entführte drei Punkte aus Kaiserslautern. Bis heute war das allerdings ihr letzter Ligasieg – und das, obwohl Karlsruhe nicht nur reifen Fußball auf dem Platz bringt, sondern auch mit starken Einzelspielern glänzt.
Genannt sei da etwa Eymen Laghrissi. Der erst 17-Jährige kam schon dreimal bei den Profis des KSC zum Einsatz. Darunter auch in der Partie gegen den FCK, wo der Stürmer zum zwischenzeitlichen 2:2 auflegte. „Dass ihm da die Vorlage gelingt, spricht natürlich schon für seine Qualität“, so Baffoun.
Sicherer Einzug in Liga A winkt
Mit Danyal Zor steht zudem ein weiteres Toptalent in den Reihen der Karlsruher. Sein älterer Bruder, Yasin Zor, mischte noch in der vergangenen Saison mit der U21 des 1. FC Kaiserslautern die Oberliga auf, spielt jetzt in der Regionalliga Südwest beim FC Astoria Walldorf eine starke Saison. Der jüngere Zor hingegen dirigiert das KSC-Mittelfeld und würde dem früheren Verein seines Bruders wohl nur zu gern Steine in den Weg legen: „Für die geht es um nichts mehr, die wollen es uns einfach ärgern und das Südwest-Derby gewinnen“, so Baffoun.
Klar ist aber auch: Für die Roten Teufel ist auf der anderen Seite weitaus mehr drin als nur ein Sieg im Derby. Ein Sieg würde auch den sicheren Einzug in Liga A bedeuten. Am letzten Spieltag könnte dann gegen die TSG Hoffenheim sogar noch der Sprung auf Platz eins gelingen. „Die Marschroute ist ganz klar: Wir wollen die drei Punkte holen“, betont Baffoun. „Wir müssen unsere eigenen Qualitäten auf den Platz bringen, wenige Fehler machen, sehr gut verteidigen und vorne unsere Torchancen nutzen. Dann sehe ich auf jeden Fall Chancen bei uns.“
Konkurrenzkampf um die Kaderplätze
Personell kann der Trainer dabei auf die volle Besetzung zählen – mit dabei ist inzwischen auch wieder Marvin Yüsün. „Das bedeutet natürlich extremen Konkurrenzkampf um die Kaderplätze. Wir müssen diese Woche ganz genau hinschauen, wer sich empfiehlt“, so Baffoun.
Am Sonntag gilt es dann für die Roten Teufel, den Formtrend der letzten Wochen zu bestätigen, während Karlsruhe alles versuchen wird, das Ruder noch einmal herumzureißen.