Fußball
TuS Hohenecken zieht durchwachsene Saisonbilanz
Wäre der lange verletzte Torjäger Sergen Tok in der Schlussphase der Saison nicht zurückgekehrt, ist fraglich, ob die Hohenecker dann noch die Kurve gekriegt hätten. Doch Tok kam und traf. So entschied er mit seinen beiden Treffern das Abstiegsduell beim FC Speyer (2:1) und auch am vorletzten Spieltag die Partie gegen einen anderen Konkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz, gegen Bretzenheim. Durch Toks Tor siegten die Hohenecker 1:0 und waren damit aller Abstiegssorgen ledig. Das waren nicht die einzigen Big Points, die der ballgewandte Mittelstürmer im Laufe der Runde seinem Team bescherte. Auf insgesamt 17 Tore brachte es der 26-Jährige, der in der kommenden Spielzeit für den Oberligisten FK Pirmasens am Ball sein wird.
Aber auch wenn Tok großen Anteil an dem für den TuS guten Ausgang der Runde hatte, hätte er doch allein den Abstieg nicht verhindern können. Darauf wies Marco Kiefaber zu Recht hin. „Ohne die andern macht auch der Sergen nichts“, sagte der Verteidiger, der durch Kampfgeist und Zweikampfstärke beeindruckte. Dass seine Mannschaft sich aus der bedrohlichen Lage befreite, erklärte Kiefaber so: „Der Teamgeist hat uns gerettet.“
Wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten
So sah es auch der Hohenecker Coach, der immer wieder die Bedeutung des Kollektivs betont hatte. Entscheidend im Abstiegskampf sei es aber auch gewesen, „dass wir die Spiele gewonnen haben, die wir gewinnen mussten“, so Hassenfratz. In der Tat punkteten die Seinen gegen die Klientel aus dem Tabellenkeller kräftig. Gegen den TuS Steinbach, FC Speyer und den ASV Fußgönheim waren sie im Hin- und Rückspiel siegreich, und gegen den TuS Rüssingen eroberte man vier Punkte.
Weniger gut fällt allerdings die Bilanz gegen die Teams aus der oberen Etage aus. Gegen den Meister VfR Baumholder und den Zweiten TuS Marienborn kassierte Hohenecken heftige Niederlagen. Das 1:4 in Baumholder war für den TuS mehr als eine Niederlage, es war ein Bruch im Saisonverlauf. Danach war es vorbei mit der Heimstärke, die Hohenecker erlitten bittere Niederlagen auf dem eigenen Kunstrasen. Am schlimmsten erwischte es sie im letzten Spiel vor der Winterpause, das sie daheim gegen Hassia Bingen mit 0:5 verloren. Da spielten sie schon ohne Sergen Tok und wie ein Absteiger.
Bruch nach Baumholder-Partie
In den zehn Spielen vor der Baumholder-Partie hatte Tok regelmäßig getroffen und der TuS ebenso regelmäßig gepunktet. „Wir sind super in die Saison gestartet“, sagt Hassenfratz rückblickend. In dieser ersten Saisonphase war beim TuS keine Rede von Abstiegskampf, da hatte man andere Ziele. „Wir haben uns weiter gesehen, als wir tatsächlich waren“, räumt der Coach ein. Als dann der Einbruch erfolgte und sich das Abstiegsgespenst zeigte, war er gefordert. Es spricht für ihn als Trainer, dass er seine Mannschaft aus der Krise steuerte. Unterstützt wurde er dabei von seinem spielenden Co-Trainer Dennie Reh, der nicht nur schöne, sondern auch wichtige Tore erzielte. Am letzten Spieltag konnte seine Elf befreit aufspielen, schloss die Saison mit einem 6:2-Sieg gegen Fußgönheim ab und belegte mit 44 Punkten den zehnten der insgesamt 17 Tabellenplätze.