Motorsport
Trifels-Oldtimerwanderung: Überraschungen bei Siegerehrung in Kaiserslautern
Die Kürzung auf einen Tag tat der Veranstaltung im Rahmen der Kaiserslauterer Classics keinen Abbruch. Durch die sportlichen Aufgaben hatten mehr Piloten Siegchancen. So gab es dann auch eine Überraschung bei der Veröffentlichung der Siegerliste. Gewonnen wurde die Veranstaltung mit zahlreichen sogenannten Wanderpunkten und zwei Schätzaufgaben von Klaus Bischoff aus Niederkirchen. Er hatte keinen Mitfahrer für den Mercedes-Benz 600 Coupe gefunden. „Dann fahre ich alleine und genieße die Fahrt“, sagte er noch am Start und schaute gar nicht auf die Ergebnisliste.
„Wir wollen mit der Umstellung der legendären Trifels-Rallye treu bleiben, uns aber den Anforderungen und Einschränkungen der Zeit unterwerfen“, betonte Sportleiter Frank Werz. Deshalb war die Veranstaltung dieses Jahr auch für Zweiräder offen. Drei junge Burschen waren mit ihren Mopeds am Start. Da kam schon die nächste Überraschung, denn Platz zwei holte sich Daniel Simon aus Kaiserslautern mit einer Simson Star S vor Daniel Schappert aus Höringen mit einer Simson Schwalbe.
SUK schultert Tagesveranstaltung souverän
Erst auf Rang vier folgte ein komplettes Team mit Thomas Küsters/Sabine Küsters aus Teschenmoschel im Triumph Spitfire 1500 vor dem Renault R 5 TL, gefahren von Yves Kieffer/Cynthia Wiemer aus Kaiserslautern. Nach dem kleinsten Fahrzeug platzierte sich die übergroße Luxuslimousine, der Buick Riviera GS Boattail, von Andreas und Patricia Müller-Witt aus Hagenbach in der Südpfalz.
„Die von Frank Werz ausgearbeitete Veranstaltung war so klug durchdacht, dass für alle die Chance zum Sieg oder einer guten Platzierung bestand“, betonte Helge Leitsbach, der Vorsitzende der SUK. „Für uns ist eine Tagesveranstaltung zu schultern, und die wurde gemeistert“, fügte der neue Mann an der Vereinsspitze an.
Viele Augen auf dem Ferrari 360 Modena
Seit Jahren geht das Ehepaar Matthias und Susanne Gramann aus Renchen im MG TA aus dem Jahr 1937 bei solchen Veranstaltungen an den Start: „Wir haben problemlos das Ziel erreicht und freuen uns über viel Spaß.“ Ebenso erging es Thomas Biehl/Thomas Durst (Schallodenbach/Baalborn), die aus dem Audi Coupe GT heraus berichteten: „Wir haben eine entspannte Veranstaltung erlebt und freuen uns schon auf das kommende Jahr.“ „Die Trifels-Oldtimerwanderung haben wir im Internet entdeckt und uns spontan zur Teilnahme entschieden“, verrät das Ehepaar Diethelm und Monika Katzor aus Neustadt am Rübenberge: „Wir konnten Land und Leute erkunden und sind stolz, diese Veranstaltung gefahren zu sein.“
Die Augen der Betrachter in der Barbarossastadt und an den Orientierungspunkten wurden beim Anblick des Ferrari 360 Modena immer größer. Es wurden viele Bilder geschossen. „Es hat Spaß gemacht, und wir machen es viel zu wenig“, verrät das pilotierende Ehepaar aus Enkenbach-Alsenborn. Beim Einlauf der Startnummer 59 kam stets die Frage nach dem Fabrikat. Es handelte sich um eine Replika zum CN Cobra aus dem Jahr 1977 mit einem 5,7-Liter-Motor. Dieser leistet immerhin 420 Pferdestärken und darüber herrschten Wolfgang Büge/Lisa-Marie Stöbener (Enkenbach-Alsenborn/Annweiler).
Wertung für Nutzfahrzeuge im kommenden Jahr
Diesmal war es nicht der Opel GT mit seinen Schlafaugen, den Rainer Scheidt/Max Kirchner vom Horterhof bei Otterberg an den Start brachte; sie steuerten einen Volkswagen-Pritschenbulli T 2. Mit ihm schafften sie den 30. Platz. „Vor sechs Jahren habe ich den Bulli in Kaiserslautern gekauft, nachdem er 32 Jahre lang unbewegt im Bahnheim in einer Garage stand. Mit wenigen Handgriffen war er wieder straßentauglich“, berichtete Scheidt, während Sportleiter Werz ankündigte: „Nächstes Jahr werden wir auch eine Wertung für Nutzfahrzeuge ausschreiben.“