Kaiserslautern Traumpass mit dem Außenrist

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Ein spektakuläres Kerwespiel mit viel Licht und Schatten auf beiden Seiten haben sich der SV Steinwenden und der SV Herschberg geliefert. Im Landesligaduell geriet der SVS am Samstag vor 450 Zuschauern zweimal in Rückstand, schaffte aber zweimal den Ausgleich, und so endete die packende Partie nach einem offenen Schlagabtausch in der Schlussphase mit einem gerechten 3:3 (2:3)-Unentschieden.

Die ersten zehn Minuten dieser Kerwepartie wird man beim SV Steinwenden nicht so schnell vergessen. Daniel Graf, der Spielertrainer des SVS, sprach später von einer „katastrophalen Anfangsphase“ seiner Elf. Die schien da noch nicht richtig auf dem Platz zu sein, wirkte so unkonzentriert, als habe sie die Kerwe schon im Voraus gefeiert. Das ganze Geschehen spielte sich in dieser frühen Partiephase in und um den Strafraum des Heimteams ab. So konnte der Steinwendener Keeper Benjamin Klein in der fünften Minute zwar mit einer Glanzparade Marius Müllers 18-Meter-Schuss über die Latte lenken. Doch bei der Abwehr des fälligen Eckballs standen sich die Steinwendener selbst im Wege, sodass Müller die Gäste aus kurzer Distanz mit 1:0 in Führung brachte (6. Minute). Damit aber nicht genug. Nur zwei Minuten später landete der Ball erneut im SVS-Netz. Wieder machte das Defensivverhalten der Steinwendener nicht gerade den besten Eindruck, als Jens Schüngel einen Abpraller per Kopf zum 2:0 verwertete. Umso erstaunlicher war die Reaktion der Platzmannschaft auf diesen für sie eigentlich deprimierenden 0:2-Rückstand. Mit einem Schlag änderte sich das Spielgeschehen. Angeführt vom kämpferischen Heiko Brunck entschied der SVS nun die Zweikämpfe für sich und kam zusehends besser ins Spiel. Hinzu kam noch, dass der Gegner in der Abwehr auch nicht sattelfest war. So hatte Andre Forsch in der zwölften Minute viel Zeit im Strafraum, um einen Flankenball im Herschberger Kasten unterzubringen. Nach dem Anschlusstreffer trumpfte der SVS groß auf, und der gut aufgelegte Daniel Arnold spielte mit dem rechten Außenrist einen Traumpass in den Herschberger 16er, den Forsch zum 2:2 verwertet hätte, wenn ihn der Keeper Tim Schiefer nicht von den Beinen geholt hätte. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß und zeigte Schiefer die Gelbe Karte. Arnold (25.) verwandelte sicher zum 2:2. Danach hatte der SVS durch Forsch und Arnold (27./30.) zwei gute Chancen, um in Führung zu gehen. Kurz vor der Pause waren es aber die Herschberger, die durch einen von ihrem Spielertrainer Jens Mayer verwandelten Freistoß erneut in Front gingen (42.). In diesem abwechslungsreichen Duell bestimmte der SVH nach dem Seitenwechsel zunächst das Spiel. Umso bitterer war es für ihn, dass Pascal Maas in der 64. Minute nach einer missglückten Abwehraktion den Ball zum 3:3 ins eigene Netz beförderte. Danach lieferten sich die beiden offensivstarken Teams einen offenen Schlagabtausch. So hätte Forsch nach Viktor Hoffmanns Maßflanke (81.) aus kurzer Entfernung zum 4:3 treffen müssen. Doch er köpfte wie Schüngel wenig später auf der anderen Seite knapp am Pfosten vorbei. So blieb’s beim 3:3. Zu Recht stellte der Spielercoach Jens Mayer nach dem Schlusspfiff fest, „dass in diesem Spiel alles drin war, was der Fußball zu bieten hat“.

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