Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Trainingsauftakt mit Alexander Bugera

Die Spieler laufen, der Trainer ist in Ballbesitz und schaut gut gelaunt in die Kamera: Alexander Bugera und seine Schützlinge.
Die Spieler laufen, der Trainer ist in Ballbesitz und schaut gut gelaunt in die Kamera: Alexander Bugera und seine Schützlinge.

Strahlender Sonnenschein, ein Rasenplatz wie aus einem englischen Bilderbuch und über 20 junge Fußballer, die ihre Runden drehen. Trainingsauftakt der U21 des 1. FC Kaiserslautern. Das Oberligateam der Roten Teufel bereitetet sich im Sportpark Rote Teufel unter der Leitung seines neuen Trainers Alexander Bugera auf die kommende Spielzeit vor.

Bugera scheint diesen Arbeitstag auf dem Fröhnerhof sichtlich zu genießen. Er ist bester Laune und antwortet auf die Frage, was dieses erste Training für ihn bedeute, schnell und präzise: „Bei diesem herrlichen Sommerwetter den Ball zu sehen und vor den Jungs zu stehen, es gibt nichts Schöneres.“ Ja, dieser Auftakt in Coronazeiten hat trotz der einzuhaltenden Verordnungen etwas Leichtes. Die Gedanken der jungen Fußballer scheinen nur um den Ball zu kreisen, sie wollen sich auf dem Spielfeld beweisen und träumen alle von einer Profikarriere. Dass nicht allzu weit entfernt von ihrer Trainingsstätte auf dem Betzenberg um das Weiterleben des an Ruhm reichen, an Geld aber armen 1. FC Kaiserslautern gerungen wird, wirft keinen Schatten auf diese Fußballidylle.

Hier dreht sich alles um den Ball, nur ihm gilt das ganze Interesse. Auch Alexander Bugera, der am achten August 42 Jahre alt wird, ist da ganz auf der Wellenlinie seiner Schützlinge. „Ich blende das aus und konzentriere mich auf meine Aufgabe“, sagt der Trainer und kommt auf die Situation seiner Spieler zu sprechen, für die sich in der U21-Mannschaft entscheiden wird, ob sie den ersehnten Aufstieg zu den Profis schaffen. Als Bugera in ihrem Alter war, hatte er schon einen Profivertrag beim FC Bayern München unterschrieben und war auf direktem Weg in die Bundesliga. Sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse gab er 1998 beim 3:0-Auswärtssieg der Bayern gegen Werder Bremen.

Unvergessen sind seine Bundesligajahre im Trikot des 1. FCK. Als linker Außenverteidiger überzeugte er nicht nur in der Defensive, sondern auch in der Offensive mit seinen sprichwörtlichen Bugera-Flanken. Seine Spieler können sich ihn also in Sachen Karriere als Vorbild nehmen. Auch wenn er um einiges älter als sie ist (das Durchschnittsalter des Teams beträgt 20 Jahre), weiß er doch, was sie antreibt. „Diesen Weg bin auch ich gegangen“, betont Bugera und kommt dann auch auf seine eigenen Saisonziele als Trainer zu sprechen. „Wenn zwei meiner Spieler den Sprung zu den Profis schaffen, haben wir alles richtig gemacht.“ Insofern unterscheidet er sich nicht von seinem Vorgänger, dem beliebten Hans Werner Moser. Auch dieser sah sich als Ausbilder und war zu Recht stolz darauf, dass viele seiner Spieler nicht nur in den Profikader berufen wurden, sondern sich dann auch in der ersten Mannschaft durchsetzten.

Eine reizvolle Aufgabe

Natürlich will Bugera auch mit seiner Mannschaft in der Oberliga erfolgreich sein. Nach den Jahren als Coach der U17 sowie U19 und als Co-Trainer unter Michael Frontzeck und Sascha Hildmann ist er nun der Chef der U21 und sieht sich vor einer reizvollen Aufgabe. Sein Team spielt in der aus zwölf Mannschaften bestehenden Gruppe Nord der Oberliga. Eine Liga, die für Bugera Neuland ist. Dabei kann er sich aber auf den erfahrenen Andreas Clauß verlassen, der schon unter Moser als Co-Trainer in Diensten des FCK stand und der die Oberliga bestens kennt. Bugera schätzt seinen Assistenten und bringt dies auch klar zum Ausdruck: „Ich wollte, dass Andi auch mein Co-Trainer ist.“

Andreas Clauß ist es auch, der die ersten Übungen mit dem Ball leitet und die „Jungs“ danach auffordert, dass sie sich „zwei Minuten dynamisch dehnen“ sollen. Dass sie auch in der neuen Runde viel Dynamik zeigen werden, damit ist zu rechnen. Ihren ersten Ligaauftritt hat die Bugera-Truppe voraussichtlich am 5. September beim Aufsteiger Alemannia Waldalgesheim.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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