Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Trainingsauftakt: Fans haben „Lust auf den FCK“

Auf geht’s! Das Training mit Markus Anfang beginnt.
Auf geht’s! Das Training mit Markus Anfang beginnt.

Trotz Europameisterschaft und Fußball nonstop hat der 1. FC Kaiserslautern nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Nordtribüne im Fritz-Walter-Stadion war voll beim Trainingsauftakt. Die Fans wollten die Mannschaft und ihren neuen Trainer Markus Anfang sehen. Mit sechs von ihnen sprachen wir. Und dabei fiel immer wieder der Name des „Retters“.

Anke Spatz: „Mich hat das Betze-Fieber gepackt. Seit 1997 hatte ich in jeder Saison eine Dauerkarte. Und natürlich lasse ich mir den Trainingsauftakt nicht entgehen. Ich möchte die Mannschaft sehen und ihren neuen Trainer. Markus Anfang kenne ich noch aus der Zeit, als er für die Roten Teufel spielte. Auch wenn er nicht die beste Lobby hat, muss man ihm eine Chance geben. Dass Friedhelm Funkel nicht bleiben würde, war ja klar. Das hatte er gesagt, als er das Traineramt beim FCK übernahm, um die Mannschaft vor dem Abstieg zu retten. Das ist ihm auch gelungen. Für die Fans war es eine nervenaufreibende Saison. Ich wünsche mir, dass es für den FCK in der neuen Runde besser läuft. Vor allem, dass die Mannschaft nichts mit dem Abstieg zu tun hat. Von Aufstieg möchte ich gar nicht reden. Von der Ersten Bundesliga ist der FCK gefühlt sehr weit weg.“

Ali Özdemir: „Ich möchte die Jungs trainieren sehen. Mir selbst einen Eindruck von den Spielern und vom Trainer machen. Deshalb bin ich ins Fritz-Walter-Stadion gekommen. 20 Jahre bin ich nun schon FCK-Fan, habe eine Dauerkarte und stehe in der Westkurve. Schade, das Friedhelm Funkel als Trainer nicht weitergemacht hat. Aber der FCK kann mit dem neuen Trainer Markus Anfang einen Neuanfang machen. Ich habe ihn bei der Pressekonferenz gesehen, und da hat er einen guten Eindruck gemacht. Ich gebe ihm eine Chance. Als Fan stehe ich immer hinter der Mannschaft. Ich bin sehr zuversichtlich im Hinblick auf die neue Saison. Auch wenn die Konkurrenz in der Zweiten Bundesliga sehr groß ist, traue ich den Roten Teufeln viel zu. Die vergangene Saison war so verkorkst, da kann die neue nur gut werden. Der Aufstieg in die Bundesliga ist möglich. Der FCK steigt auf.“

„Für die Erste Liga ist die Mannschaft noch nicht stark genug“

Marcel Jähne: „Von einem Freund habe ich gehört, dass Trainingsauftakt ist. Klar, dass ich da als Fan des 1. FCK dabei sein will. Es ist einfach schön auf dem Betze. Schade, dass hier kein Spiel der Europameisterschaft zu sehen ist. Die vergangene Saison war sehr emotional. Ich hatte Tränen in den Augen, als der Klassenverbleib geschafft war. So ging es vielen Fans. Friedhelm Funkel hat den FCK vor dem Abstieg in die Dritte Liga gerettet. Mit seiner Ruhe. Er ist ein Spitzentrainer. Ich hätte ihn gerne hier behalten. Aber sein Nachfolger ist auch ein guter Trainer. Ich hoffe, dass Markus Anfang einen Entwicklungsprozess einleitet. Vergleichbar mit dem des 1. FC Heidenheim. Schritt für Schritt sollte er den FCK nach vorne bringen. Für die Erste Liga ist die Mannschaft noch nicht stark genug. Ich sehe sie am Ende der neuen Saison auf einem soliden Mittelfeldplatz.“

Philipp Sommer: „Trotz des schlechten Wetters sind so viele Menschen zum Trainingsauftakt gekommen. Das zeigt, dass die Fans Lust auf den 1. FCK haben. Auch mir geht es so. Von Kindesbeinen an bin ich FCK-Fan. Ich brauche einfach die Betze-Luft. In der vergangenen Runde hatte ich Angst, dass die Roten Teufel in die Dritte Liga absteigen. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zum Glück hat Friedhelm Funkel Ruhe reingebracht und die Saison zu einem guten Ende geführt. Wäre schön gewesen, wenn er noch um ein Jahr verlängert hätte. Im Herzen der Fans hat er einen festen Platz, als der Trainer, der den FCK vor dem Abstieg gerettet hat. Ich bin zuversichtlich, dass die Mannschaft unter dem neuen Trainer Markus Anfang eine gute Saison spielen wird. Ich traue ihr einen Platz im oberen Tabellendrittel zu. Wichtig wäre ein guter Saisonstart. In der Zweiten Liga spielen so viele große Vereine, dass sie eigentlich die gefühlte Erste Liga ist.“

„Markus Anfang soll sein Glück versuchen“

Sandra Genna: „Alle in meiner Familie sind Fans der Roten Teufel. Ich selbst bin Mitglied beim FCK. Auch wenn zurzeit die Fußball-Europameisterschaft ist, wollten wir alle den Trainingsauftakt sehen und die Atmosphäre auf dem Betzenberg genießen. Der FCK bedeutet uns mehr als die EM. Die vergangene Saison war nichts für schwache Nerven. Wir haben um den FCK gezittert. Friedhelm Funkel hat ihn gerettet. Leider ist er nicht beim FCK geblieben. Er hat sich so entschieden. Das muss man akzeptieren. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht viel über Markus Anfang. Ich habe ihn im Internet gegoogelt. Er ist jetzt der neue Trainer; er soll sein Glück versuchen. Ich freue mich auf die neue Saison. Hoffe, dass der FCK am Ende auf einem Mittelfeldplatz steht. Aufstieg? Nein, das ist noch zu früh.“

Michael Scharwath: „Der FCK ist für mich das A und O. Er geht immer vor. Auch wenn jetzt die EM ist. Die Mannschaft macht beim Trainingsauftakt einen guten Eindruck. Es sind junge Spieler dabei, das finde ich gut. Aber es fehlt noch ein Großkaliber. Da müsste der FCK noch nachlegen. Wir brauchen noch einen guten Stürmer. In der vergangenen Saison war Friedhelm Funkel unser Retter. Er hat den FCK vor dem Abstieg bewahrt. Im Pokalfinale gegen Leverkusen in Berlin hätte er aber die Mannschaft offensiver spielen lassen müssen. Da hat er einen Fehler gemacht. Aber ich wäre froh gewesen, wenn er beim FCK geblieben wäre und seinen Vertrag noch um ein Jahr verlängert hätte. In Markus Anfang hat man einen guten Nachfolger gefunden. Er passt zum FCK und wird hier erfolgreich arbeiten. Ich bin optimistisch. Die Roten Teufel werden in der neuen Saison nicht gegen den Abstieg spielen. Sie stehen am Ende auf dem dritten Tabellenplatz und bestreiten die Aufstiegsspiele zur Bundesliga.“

Anke Spatz
Anke Spatz
Ali Özdemir.
Ali Özdemir.
Marcel Jähne
Marcel Jähne
Philipp Sommer.
Philipp Sommer.
Sandra Genna.
Sandra Genna.
Michael Schwarwath.
Michael Schwarwath.
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