Kaiserslautern
Trainerstimmen vor Beginn der Bezirksliga-Saison am Wochenende
Fussball: Es sind nur noch wenige Tage, dann geht es in der Bezirksliga Westpfalz weiter. Die RHEINPFALZ hat sich bei einigen Trainern umgehört, was sie von der Saison 2019/2020 erwarten und wie die Vorbereitung verlief.
Daniel Meisenheimer, der Spielertrainer des TuS Landstuhl, sieht seine Mannschaft für die am Wochenende beginnende Saison gerüstet. „Unsere Vorbereitung war absolut in Ordnung. Alle haben gut mitgezogen und sind heiß auf den Saisonstart.“ Im Laufe der Testspiele habe sich das Landstuhler Team kontinuierlich gesteigert. Die letzten beiden wurden klar gewonnen. Gegen den FC Otterbach gab es ein 5:0. Die zweite Mannschaft des SC Idar Oberstein wurde klar mit 6:1 geschlagen. Mit Sergej Weiss (Spielertrainer SSC Landstuhl), Cenk Monteirinho (SV Reichenbach), Konstantin Miller (SV Rodenbach) und Marco Hussong (SV Bruchmühlbach) haben wichtige Spieler den Verein verlassen. Dafür stoßen mit Carlos Borger (FSV Jägersburg), Kevin Michel (SV Katzweiler) und Maximilian Hell (TSG Kaiserslautern) auch drei externe Neuzugänge zum TuS. Meisenheimer definiert ein klares Saisonziel: „Ein einstelliger Tabellenplatz, also besser als letztes Jahr und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Titelfavoriten sind für den Landstuhler Spielertrainer der TuS Steinbach und die SG Knopp/Wiesbach. Landstuhl startet am Samstag (15.15 Uhr) beim SC Weselberg.
FV Weilerbach
Von einer durchwachsenen Vorbereitung spricht der neue Spielertrainer des FV Weilerbach, Johannes Strasser. „Wir haben Testspiele verloren und gewonnen. Im letzten gab es gegen den FV Kusel aus der A-Klasse einen überzeugenden 8:1-Sieg. Da war ich zufrieden.“ Die Trainingsbeteiligung sei während der Vorbereitung hoch gewesen. Insgesamt befinde sich die Mannschaft und das neue Trainergespann in einer Kennenlernphase. Strasser tritt die Nachfolge von Aufstiegstrainer Eugen Ketz an. „Ein Prozess, der noch weiter andauern wird“, so Strasser, der die Aufstiegseuphorie in die Bezirksliga mitnehmen will. Mit den Neuen Oliver Holm, Philipp Imfeld und Daniel Wiebe (alle vom SV Mackenbach) wollen sie den Klassenerhalt in Angriff nehmen. „Das ist natürlich unser Saisonziel. Zum Auftakt bekommen wir es am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gleich mit einem schweren Brocken zu tun, der TuS Steinbach wird ein absoluter Gradmesser“. Für Strasser ist das Team vom Donnersberg der Topfavorit auf den Titel.
TSG Trippstadt
„Die Vorbereitung ist gut gelaufen“, sagt Spielertrainer Florian Bauer von Aufsteiger TSG Trippstadt vor der Premierensaison des Vereins in der Bezirksliga Westpfalz. Zuletzt habe man das Finale des Holzland-Pokals gegen den SV Schopp mit 3:1 verloren, sich dabei aber spielerisch gut präsentiert. „Viele meiner Spieler sind noch jung, einige im ersten Jahr bei den Aktiven. Sie müssen sich noch an das Tempo gewöhnen und in die Liga reinfinden.“ Insgesamt sei die Mannschaft mit einem Riesenspaß und Eifer dabei, das Projekt Bezirksliga anzugehen. Auf seine starke Offensive um die beiden Torjäger Lukas Jörg und Maurice Mages dürfte sich die TSG auch in der höheren Klasse verlassen können. Dazu gesellt sich mit Neuzugang Jan Erik Schröder vom SC Siegelbach ein offensiver Mittelfeldspieler, der in der vergangenen A-Klassen-Saison auch mehr als 20 mal traf. „Wir wollen die A-Jugendlichen langsam heranführen und von Spiel zu Spiel denken.“ Als Saisonziel nennt Bauer den Klassenerhalt. „Platz zwölf ist unser Ziel. Bis zu fünf Mannschaften können wieder absteigen. Die Bezirksliga wird uns viel abverlangen.“ Bauer kann auf ein eingespieltes und hochmotiviertes Team bauen. „Alle Spieler sind geblieben. Wir freuen uns auf die Bezirksliga.“ Das Auftaktspiel ist am 4. August (15.15 Uhr) beim SC Weselberg, laut Bauer neben Herschberg ein Favorit auf den Titel.
SV Schopp
Mit einem „sehr gut“ bewertete Schopps Trainer Stefan Lensch die Saisonvorbereitung des SV Schopp. Lensch wird die Schopper in der kommenden Runde zusammen mit seinem Sohn Sebastian betreuen. In der Vorbereitungsphase besiegte der SV die TSG Trippstadt mit 3:1. Weitere Testspielsiege gab es gegen die SG Hochspeyer (11:0), den FC Queidersbach (4:0), den VfB Reichenbach (10:3) und die SG Waldfischbach (5:3). In eine „sehr guten Vorbereitungsspiel“ gegen den SV Wiesenthalerhof gab es ein 0:0. Nur in Weselberg habe man mit einer Rumpfelf 1:3 verloren. Mit den Neuzugängen Luca Speiser (Offensive/eigene Jugend), Tim Rothhaar (Defensive/eigene Jugend), Manuel Mittelstädt (Allrounder/TSG Trippstadt), Fabian Preuß (Torwart/TuS Hohenecken) und Luca Kimmel (Offensive/TSG Kaiserslautern A-Junioren) soll das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ realisiert werden. „Uns hat kein Spieler verlassen. Auch ein Zeichen, dass es im Verein stimmt, das Klima gut ist“, freut sich Lensch. „Wir wollen vor allem viel besser starten“, hofft der Schopper Trainer auf eine bessere Frühform als in der vergangenen Saison. Am Samstag geht’s mit dem Kerwespiel gegen den SV Hinterweidenthal los (16 Uhr). Als Favoriten auf den Aufstieg nennt Lensch den TuS Steinbach, den FV Rockenhausen, den SC Weselberg und die SG Oberarnbach.
SG Oberarnbach
Mit den gleichen Problemen wie in der Endphase der vergangenen Saison kämpft die SG Oberarnbach/ Obernheim-Kirchenarnbach/ Bann auch vor dem Saisonstart 2019/2020. „Wir hatten in der Vorbereitung viele Rekonvaleszenten, die langsam herangeführt werden und erst im Laufe der nächsten Wochen voll belastbar sind. Wegen vieler Verletzter sind wir auch in der Endphase der letzten Saison von Platz zwei auf sechs abgestürzt“, sagt Trainer Alexej Gaponenko, der weiter mit einem sehr dünnen Kader auskommen muss. Nicht zuletzt aufgrund dieser Probleme verlief die Testspielphase recht holprig. Gegen den FV Bruchmühlbach verlor die SG mit 0:2. Auch der zweiten Garnitur vom VfB Reichenbach musste man sich mit 2:3 beugen. Dennoch ist Gaponenko vorsichtig optimistisch. „Vom Aufstieg reden wir natürlich nicht. Wir müssen erstmal Ergebnisse liefern und dann weitersehen. Aber wenn die Verletzten wieder fit werden, sollten wir schon im vorderen Drittel mitspielen können.“ Am kommenden Wochenende ist die SG wegen eines Dorfsportfestes noch spielfrei, dann wartet am Sonntag, 4. August um 15.15 Uhr die Heimaufgabe gegen den TuS Steinbach. Trainer Gaponenko zählt Steinbach zu den Topfavoriten. „Jede Mannschaft, die im vergangenen Jahr unter den ersten Fünf war, wird auch diese Saison wahrscheinlich um den Titel mitspielen“, rechnet Gaponenko mit alten Bekannten im Aufstiegsrennen.