Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Trainer Gauch über SV Katzweiler: Wir können nur Drama

Will sein Trainer-Jubiläum beim SV Katzweiler in der Bezirksliga feiern: Alexander Gauch.
Will sein Trainer-Jubiläum beim SV Katzweiler in der Bezirksliga feiern: Alexander Gauch.

Die neueste Ausgabe von Peter Knicks Kolumne „Nachspielzeit“ über den Fußball in der Region Kaiserslautern.

SV Katzweiler: In bedrohlicher Lage

An diesem Wochenende war der ersten Mannschaft des SV Katzweiler eine Pause vergönnt. Sie war spielfrei und konnte Luft im Abstiegskampf schöpfen. Auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, befindet sich das Team von Trainer Alexander Gauch in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz in einer schwierigen Situation. Nach dem Aufstieg ist es für den SVK die ominöse zweite Saison in der Liga. „Ja“, sagt der erfahrene Coach, für sein Team sei es tatsächlich „ein schweres Jahr“. Einen eklatanten Unterschied zur ersten Saison in der Bezirksliga sieht Gauch darin, dass seine Mannschaft in der aktuellen Runde die „Fifty-fifty-Spiele nicht mehr gewinnt“. Hinzu kommen unglückliche Niederlagen. So zuletzt bei Palatia Contwig. Da habe seine Elf den Gegner 75 Minuten im Griff gehabt, mit 1:0 geführt, dann aber in der Schlussphase die Partie noch aus der Hand gegeben.

Trotz der bedrohlichen Lage herrscht beim SVK aber Zuversicht. „Wir können nur Drama“, sagt Gauch und fügt dann noch erklärend hinzu, „entweder spielen wir um den Aufstieg oder gegen den Abstieg.“ Ein Leben im sicheren, aber langweiligen Mittelfeld, das ist nichts für die Gauch-Truppe. Sie fühlt sich offensichtlich in den Extremen am wohlsten. Am Ende soll es auch diesmal mit dem Klassenverbleib klappen. „Die Bezirksliga ist für den SV Katzweiler ein Geschenk“, macht Alexander Gauch klar, was diese Liga für den Verein bedeutet. Im kommenden Juli sind es zehn Jahre, in denen er das Traineramt beim SVK bekleidet. Klar, dass er da mit seinem Team nicht in der A-Klasse spielen will.

Eine Menge Drama verspricht der nächste Auftritt des SVK. Beim Aufsteiger SV Mackenbach geht es am kommenden Sonntag in einem Kellerduell um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib. Danach dürfte es noch schwieriger für den SV Katzweiler werden, um an Zählbares zu kommen. Denn in den dann noch zu bestreitenden vier Spielen vor der Winterpause trifft man auf die Topteams der Liga.

SG Siegelbach/Erfenbach: Kurzeinsatz für den Joker

Unaufhaltsam reiht die SG Siegelbach/Erfenbach in der A-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg Sieg an Sieg. Im Spiel gegen den ASV Winnweiler war am Sonntag eine Menge los. Mit dem Kurzeinsatz von Maurice Rheinfrank gelang dabei dem SG-Coach Michael Wolter ein besonderer Coup. Doch bis es so weit war, lief alles erwartungsgemäß. Vor heimischer Kulisse dominierte der souveräne Tabellenführer die Partie. „Wir waren die bessere Mannschaft und hatten den ASV voll im Griff“, bemerkt Wolter zur Anfangsphase des Spiels. Überraschenderweise änderte sich daran nichts, als der Schiedsrichter einem SG-Spieler nach knapp einer halben Stunde die Rote Karte zeigte. Ein Platzverweis, mit dem Wolter nicht d'accord ging. „Gelb hätte es auch getan“, sagt der Coach und vermisste beim Referee „Fingerspitzengefühl“. Doch seine Mannschaft ließ sich durch den Platzverweis nicht beirren. Zur Pause führte sie trotz Unterzahl mit 2:0.

Nach dem Seitenwechsel kam dann doch etwas Spannung ins Spiel, als die Gäste durch einen Foulelfmeter zum Anschlusstreffer kamen. In der 68. Minute wechselte Wolter Maurice Rheinfrank ein. Eine gute Wahl. Denn der Joker erzielte prompt das 3:1. Eine Minute später war dann aber für ihn die Partie zu Ende. „Er hatte seinen Job gemacht, und da hab' ich ihn aus dem Spiel genommen“, sagt Wolter lachend. Dass der Torschütze nur etwas mehr als eine Viertelstunde auf dem Platz war, hatte damit zu tun, dass ihm Anfang der Woche eine Grippe zugesetzt hatte. Sicherlich dachte Michael Wolter da schon an das Pokalspiel am kommenden Mittwoch. Sein Team tritt da beim TuS Göllheim an und will mit einem Sieg das Finale im Kreispokal erreichen. Das Double ist das Ziel. Damit soll die Saison gekrönt werden.

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