Kaiserslautern Titelrennen vor der Pause

Im Westpfalz-Derby der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar trifft der TuS Dansenberg heute (20 Uhr) im letzten Spiel vor der Winterpause auf die VTZ Saarpfalz. Während das Team von Trainer Jürgen Hartz als Tabellendritter um die Meisterschaft spielt, hat sich Zweibrücken aus dem Titelrennen verabschiedet – mit acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SF Budenheim.
Spiele mit Derbycharakter haben in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Seltenheitswert und waren in der Vergangenheit entsprechend hartumkämpft. Eine besondere Note bekommt die Heimpartie dieses Mal, weil mit Tomas Marusak, Martin Mokris und Alexey Wetz gleich drei ehemalige Dansenberger bei der VTZ unter Vertrag stehen. Dass sich das Trio an seiner alten Wirkungsstätte von seiner besten Seite zeigen will, ist kein Geheimnis. Der Aufwärtstrend der Dansenberger ist ganz eng mit dem Namen Steffen Kiefer verbunden. Der Linkshänder stand schon bei beiden Mannschaften unter Vertrag und ist in Zweibrücken zu einem Toptorjäger gereift. Seit dieser Saison trägt er wieder das Trikot des Vereins, bei dem er einst das Handball-ABC erlernt hat und für den er vor seinem Engagement in der Rosenstadt über viele Jahre in der Herrenmannschaft gespielt hat. Auch dieses Jahr zählt Kiefer wieder zu den besten Schützen in der Oberliga RPS. Mit 28 Jahren ist der Rechtsaußen im besten Handballalter, und seine Dienste sind dementsprechend begehrt. Hinter den Kulissen strickten die Verantwortlichen seit geraumer Zeit an einer vorzeitigen Vertragsverlängerung und konnten jetzt Vollzug vermelden. „Steffen Kiefer hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert“, freut sich Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt über ein großes Stück Planungssicherheit. Während die Lauterer nach der besten Halbserie seit der Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse vom Titel träumen dürfen, hat sich bei der VTZ Ernüchterung breit gemacht. Mit einer Bilanz von 16:12 Punkten belegt die Mannschaft von Trainer Mirko Schwarz aktuell „nur“ Rang sechs. Was für andere Handballteams schon ein großer Erfolg wäre, ist bei dem ehemaligen Drittligisten noch kein Grund, die Korken knallen zu lassen. Die letzten sechs Vergleiche waren zwar fast immer hartumkämpft, am Ende hatte aber stets Zweibrücken die Nase vorn. Diesmal geht Dansenberg als Favorit in das Westpfalz-Derby und will im letzten Spiel des Jahres alles daran setzen, dieser Rolle auch gerecht zu werden. So spielen sie TuS Dansenberg: M. Seitz/Puljezevic (Tor), Vukas, Kiefer, Hartz, C. Seitz, Eberhard, Bock, A. Schulze, Lammering, Lamotte, Jung, Munzinger, Neumann.