Kaiserslautern Tipps zum Schutz vor Einbrechern

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In der Sommerzeit haben nicht nur Urlauber, sondern auch Einbrecher Hochsaison. Doch man kann ungebetenen Besuchern ihr Handwerk auch ein bisschen schwerer machen: Woran man unbedingt vor der Abreise zum Schutz von Haus und Grundstück denken sollte, erläutert Bernhard Arnold, Leiter des Zentrums für Prävention im Polizeipräsidium Westpfalz, im Gespräch mit RHEINPFALZ-Mitarbeiter Michael Böhm.

Sind die großen Ferien wirklich so attraktiv für Einbrecher? Nach den Statistiken schlagen die Täter doch eher in der dunklen Jahreszeit zu. Das stimmt, im Winter ist in diesem Bereich auch in unserer Region noch mehr los. Aber im Sommer geht es uns um etwas anderes: Oft sind die Menschen in Gedanken schon im Urlaub und vergessen die einfachsten Vorkehrungen zum Schutz ihres Eigentums. Zum Beispiel, die Fenster und Türen auch wirklich fest zu schließen und zu verriegeln. Auf solche banalen Dinge wollen wir mit unserer Sommer-Kampagne „Endlich Urlaub – aber sicher!“ aufmerksam machen. Was kann man denn kurz vor der Abreise noch Sinnvolles tun? Für den Einbau einer Alarm-Anlage ist es wohl ein wenig spät, aber man sollte auf jeden Fall die Nachbarn oder Verwandte über seinen Urlaub informieren. Natürlich ist es gut, wenn die dann die Blumen gießen und den Briefkasten leeren – vor allem die Werbung beiseite schaffen. Unsere Erfahrung ist, dass Menschen im Haus oder aufmerksame Nachbarn noch immer der wirksamste Schutz vor Einbrechern sind. Und wenn mein Nachbar den Schlüssel nicht haben möchte? Vielleicht gibt es ja in diesem Fall Verwandte, die sich bereit erklären, diesen Job zu übernehmen. Außerdem gibt es noch immer die technischen Hilfsmittel, um mit Zeitschalt-Uhren das Licht oder die Rollläden in Aktion zu bringen. Und natürlich ist es gut, wenn man im Urlaub gut erreichbar ist. Mir ist es selbst passiert, dass während meiner Abwesenheit durch einen Wasserrohrbruch der Keller voll gelaufen ist. Ich wurde sofort angerufen und konnte die Handwerker per Handy mit den notwendigen Reparaturen beauftragen. Was sollte man tun, wenn der Ernstfall wirklich eintritt und das Haus in Abwesenheit aufgebrochen wurde? Natürlich sofort die örtliche Polizei informieren, damit die Kollegen die Spuren sichern können. Dann einen Handwerker mit der Sicherung des Hauses beauftragen. Hilfreich ist es immer, wenn man eine Liste mit den wichtigsten Wertgegenständen angefertigt hat, das hilft der Polizei und im Umgang mit der Versicherung. Einen Vordruck für eine solche Liste kann man sich übrigens im Internet unter www.polizei-beratung.de herunterladen. Dort gibt es auch andere Tipps für einen sicheren Urlaub. Besonders hilfreich für Einbrecher ist ja wohl, sich in den sozialen Netzwerken von aller Welt in den Urlaub zu verabschieden. Kommt so etwas wirklich in der Praxis vor? Leider ja. Auch Urlaubsfotos werden ins Netz gestellt – dazu die wichtigen Informationen, wo man gerade ist und wie lange der Urlaub dauert. Sorgfältiger kann man Einbrecher wohl kaum zu einem Besuch in den eigenen vier Wänden einladen. Gern genommen werden auch Informationen zum Urlaub auf dem heimischen Anrufbeantworter. Im Ernst: Oft sind es solche scheinbaren Kleinigkeiten, die das Berufsrisiko für Einbrecher erheblich mildern. Und das muss nun wirklich nicht sein.

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