Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Teuer erkaufter Oberliga-Sieg für den FCK II bei Arminia Ludwigshafen

FCK-Stürmer Oskar Prokopchuk (links) scheitert hier am starken Arminia-Torhüter Kevin Urban. In der Mitte Verteidiger Lukas Kebe
FCK-Stürmer Oskar Prokopchuk (links) scheitert hier am starken Arminia-Torhüter Kevin Urban. In der Mitte Verteidiger Lukas Kebernik.

In einem packenden Oberligaspiel hat der streckenweise überragend aufspielende 1. FC Kaiserslautern II bei Arminia Ludwigshafen mit 2:1 (2:1) gewonnen. Doch der Erfolg des Teams von Alexander Bugera hatte einen bitteren Beigeschmack.

Die Spieler des FC Arminia Ludwigshafen schlichen mit traurigen Gesichtern und hängenden Schulterm vom Platz. Zum vierten Mal in Folge war der FCA auf ein Spitzenteam getroffen und zum vierten Mal unterlag die Arminia. Die Mannschaft verkaufte sich dennoch gut, stieß aber an ihre Grenzen und musste den (zu knappen) Sieg der Gäste anerkennen. „Wenn du am Ende noch das 2:2 erzielst, dann sitzt du in der Kabine und feierst den Punkt. Aber wir müssen zugeben, dass der Erfolg des FCK verdient ist“, sagte Arminia-Trainer Chris Chorrosch.

Den Grundstein für diese Einschätzung Chorroschs legte die U21 des 1. FC Kaiserslautern in der ersten Halbzeit. Schon nach drei Minuten gingen die Gäste mit einem klasse herausgespielten Treffer von Shawn Blum auf Vorlage von Yasin Zor in Führung. Dann spielten die Lauterer ihren Gegner an die Wand. „Wir sind nur hinterhergelaufen“, beschrieb der sich aufreibende Stoßstürmer Adnan Rizvanovic diese Phase. Sein Trainer erklärt warum: „Der FCK hat sich sehr gut bewegt. Es war ein Klassenunterschied zu erkennen.“

Halbes Dutzend guter Chancen für den FCK II

Mit großer Dynamik, hohem Tempo und vielen guten Diagonalpässen, ergänzt von extremer Handlungsschnelligkeit, Spielfreude und individueller Stärke spielte Kaiserslautern II seinen Gegner an die Wand. Ein halbes Dutzend guter Chancen, wie etwa den Kopfball von Drini Miftari an den Pfosten (23.), verbuchten die Gäste, die in den ersten 45 Minuten wie ein guter Regionalligist auftrumpften. Einziges Manko: Es fiel nur noch ein weiteres Tor, als Giuliano Cultrera in Bedrängnis den Ball an Blum verlor, der eiskalt zum 2:0 vollstreckte (33.). Genau die Chancenverwertung war auch ein Kritikpunkt von FCK-Trainer Alexander Bugera. „Wir müssen das Ding schon viel früher zumachen“, sagte der 46-Jährige.

Als nach Freistoß von Ricardo Antonaci Wal Fall mit dem Kopf verlängert und Nico Pantano großartig auflegte, verkürzte Bastian Hommrich sogar auf 1:2 (42,). „Dennoch mussten wir glücklich sein, in der Pause nur 1:2 zurückzuliegen“, räumte Hommrich ein. Der Flügelstürmer sagte, der Löwenanteil an diesem Treffer gebühre Kapitän Pantano. „In der Halbzeit haben wir uns neu justiert. Wir wollten dem FCK den Spaß am Fußball nehmen“, verdeutlichte Chorrosch.

Blum sieht Rote Karte

Das gelang aber nur zum Teil. Lautern war nicht mehr so brillant wie vor dem Wechsel, geriet aber kaum in Gefahr. „Wir waren nicht zwingend genug“, betonte der Arminia-Coach. Nur eine gute Möglichkeit erarbeitete sich der FCA, als Rizvanovic auf Pass von Antonaci an Torhüter David Schwingel scheiterte (52.). „Ich hatte den Ball auf meinem schwächeren linken Fuß“, erklärte der Stürmer.

Trotzdem hätte die Partie kippen können, als Schiedsrichter Max Schommer das Stopp-Konzept des Verbandes umsetzte. Nach einer Rudelbildung schickte er die Teams in ihren jeweiligen Strafraum und unterbrach die Partie. Nach ein paar Minuten Pause zeigte er Lukas Kebernik (FCA) und Ben Reinheimer (FCK) die Gelbe und Blum die Rote Karte (64.). „Die Rote Karte für Blumi tut richtig weh“, sagte FCK-Trainer Bugera, der damit zumindest im nächsten Spiel gegen Wormatia Worms auf seinen besten Torschützen (18 Saisontreffer) verzichten muss.

FCK-Konter bleiben ungenutzt

Einen unberechtigten Foulelfmeter, zum dem Oskar Prokopchuk antrat, parierte Arminia-Keeper Kevin Urban (73.). Gegen Ende stellte die Arminia auf Dreierkette um und öffnete die Deckung. Bei mehreren Kontern hielt der überragende Urban sein Team mit serienweise guten Paraden im Spiel. So blieb es beim 2:1 für Kaiserslautern. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit etwas schwerer getan“, bilanzierte FCK-Trainer Bugera. „Wir müssen am Ende aber unsere Konter verwerten und den Deckel draufmachen.“ Letztendlich musste der FCK II den Sieg, der zumindest bis Samstagnachmittag die Tabellenführung bedeutet, mit einer offensichtlich schweren Verletzung von Neal Gibs und der Roten Karte für Blum allerdings teuer bezahlen.

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