Kaiserslautern Tag der offenen Tür beim Dackelklub
Dackel haben eine belebte Geschichte. Erste Erwähnung finden die kleinen Hunde bereits zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert. Es waren Hunde, die unter der Erde dem Biber nachstellten. Die Dachsjagd wird ihnen ab dem 16. Jahrhundert zugeschrieben. Zurück gehen die heutigen Dackel auf die Keltenbracken, also auf eine Jagdhunderasse, die von dem Menschen bereits im zweiten Jahrhundert zum Aufspüren von Fährten eingesetzt wurden. Fährten aufspüren, das kann der Dackel heute noch mit Leichtigkeit.
Ob beim Zoll im Einsatz, als Sprengstoff-Spürhund, als Menschenfreund und Besuchshund in Altenheimen, es dackelt gewaltig. Die kopfnickenden samtigen Wackel-Dackel, in den 1970ern geschätzte Mitfahrer in den Autos, die gerade ein kleines Comeback zu feiern scheinen, gehören zum Dackelbild genauso dazu wie „Waldi“, das Maskottchen der Olympischen Spiele 1972 in München.
Mit der Zunge, nicht mit dem Pinsel
Dackel, die auch Teckel genannt oder von den Engländern als German Hotdog oder eben Wursthund bezeichnet werden, ist dabei nicht gleich Dackel. Es gibt ihn mit langem roten, mit schwarzem glatten und mit rauem saufarbenen Fellgewand und auch als Zwerg- und Kaninchendackel. Die neun Dackeltypen werden auch am Tag der offenen Tür am Kniebrech am Samstag, 20. Juli, ab 11 Uhr vorgestellt. Der Deutsche Teckelklub, Gruppe Kurpfalz Kaiserslautern, hat ein Tagesprogramm erarbeitet.
Wer sich schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, sich einen Dackel als Familienmitglied ins Haus zu holen, kann sich in Gesprächen mit dackelkundigen Vereinsmitgliedern über alle Eigenschaften der Tiere unterhalten. Dort dürfte etwa zu hören sein: Dackel sind Jagdhunde mit einem ausgeprägten Trieb, die Beute auch zu erwischen. Sie sind mit extrem guten Nasen versehen, haben den Mut eines Löwen und sind von dem, was sie gerade vorhaben, nur schwer abzubringen. Dackel sind aber auch kleine Charmeure, unersetzliche Seelentröster und ewig hungrige Tiere – und sie sind Künstler.
Alle Rassen willkommen
Am Tag der offenen Tür kann jeder zusehen, wie die Dackel Bilder entstehen lassen. „Hundeleberwurst spielt dabei eine Rolle“, verrät Andrea Meuthen, Vorsitzende der Dackelgruppe Kurpfalz Kaiserslautern. Die Hunde werden mit der Zunge statt mit einem Pinsel in Aktion treten. Wer seinen Hund fotografieren lassen will, kann dies am Tag der offenen Tür ebenfalls tun. Ein Hundefotograf steht genauso zur Verfügung wie ein Auslauf, sodass mehr möglich sein wird als nur ein „Sitz“- und „Platz“-Bild. „Wir wollen einen bunten Familientag feiern“, sagt Meuthen. Gegen 14 Uhr steht eine Tiersegnung auf dem Programm, durchgeführt durch die Pfarrei Maria Schutz. Meuthen weist darauf hin, dass auch alle anderen Hunderassen willkommen sind.