Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Synchronschwimmen mit Nina Fix beim Kaiserslauterer Schwimmsportklub

Ausdrucksstark: Nina Fix.
Ausdrucksstark: Nina Fix. Foto: frei

Synchronschwimmen in Kaiserslautern, in der Pfalz? Keine Chance. Noch nicht, aber bald! Beim Kaiserslauterer Schwimmsportklub (KSK) kann ab Mitte Oktober Synchronschwimmen, genauer: Artistic Swimming, wie es neuerdings heißt, trainiert werden.

Rote Lippen, wasserfeste Pomade im Haar, Nasenklammer, anmutig im Anblick und vor allem olympisch: Für all das steht Synchronschwimmen, eine Sportart, die von Außenstehenden häufig als ein „bisschen Wasserplanschen“ belächelt wird. Über solches Denken kann Nina Fix, die eine große Leidenschaft für Synchronschwimmen empfindet, nur mit den Achseln zucken. „Ausprobieren“, ist ihr Rat, dann komme schnell die Erkenntnis, dass diese Wassersportart, diese Mischung aus Akrobatik, Schwimmen und Tanzen ganz viel in sich vereint. „Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Musikalität“, zählt die 25-Jährige auf, was alles gefordert ist, wenn man sich denn auf das Artistic Swimming einlässt.

Das Wasser ist ihr Element

Sie hat sich schon als Kind darauf eingelassen, war beim SSC Schwenningen aktiv. „Ich bin alles geschwommen“, räumt sie auch gleich damit auf, dass diese Sportart nur in Mannschaftsstärke funktioniert. Es geht im Solo, im Duett oder eben in Gruppen mit vier, acht oder zehn Sportlerinnen – Sportler, die sind aber eher in der Minderheit. Dabei handele es sich um einen Sport, der einem 400-Meter-Sprint mit Luftanhalten gleichkomme. Das sagt Nina Fix. Schwenningen und das geliebte Element Wasser hat sie für das Studium gegen Heidelberg eingetauscht. Um ihren Sport weiter ausüben zu können, ist sie nach Karlsruhe gependelt. Wirklich viele Vereine, die Artistic Swimming anbieten, gibt es nicht.

Jetzt lebt die Hotel- und Tourismusmanagerin „der Liebe wegen“ in Kaiserslautern, einer Region, in der große Flaute beim Synchronschwimmen herrscht. „Bahnenschwimmen ist mir zu langweilig“, vermisst sie schnell die Sprünge und Drehungen im nassen Element, vermisst das kraftvoll elegante aus dem Wasser Auftauchen bei gleichzeitigem tänzerischem Ausleben zur Musik.

Sie weiß ja, wie es geht, trainiert folglich zunächst im Monte Mare für sich allein. Geht noch ins Unifit, für einen weiteren sportlichen Ausgleich und trifft an beiden Orten die richtigen Leute. Im Monte Mare läuft ihr KSK-Schwimmtrainer Mirko Obradovic über die nassen Füße, und im Unifit macht sie Bekanntschaft mit Jessica Pfeifer, einer Frau, die weiß, was Nina Fix so vermisst. Pfeifer war Synchronschwimmerin in Bingen, in einem Verein, der diesen Wassersport nicht mehr anbietet. Der nicht mehr! Dafür startet beim KSK ab Mitte Oktober das Training. „Alle, die Interesse haben, sind angesprochen“, lädt Nina Fix Mädels und Jungs zum Schnuppertraining ein. Acht Jahre sein, ein sehr gutes Einstiegsalter. Das Alter sei aber nicht so entscheidend. Wichtig allerdings, zwei Schwimmstile und das Tauchen sollten bereits beherrscht werden. „Wir fangen ganz langsam an, intensivieren nach und nach das Wassergefühl, bauen Beweglichkeit auf, Ballettübungen kommen dazu und dann auch Krafttraining“, gibt die Trainerin schon mal einen Vorgeschmack auf das, was da alles geschehen wird, wenn mit Artistic Swimming eine neue Sportart in Kaiserslautern startet.

Nixen beim KSK gesucht

Der Kaiserslauterer Schwimmsportklub bietet mit Artistic Swimming eine weitere Sportart an, die bereits seit 1984 olympisch ist. Früher nur ein reiner Frauensport, wurden 2015 auf Weltmeisterschaften auch Männer zugelassen. Ähnlich wie beim Eiskunstlaufen gibt es eine technische und eine freie Kür. Erste Termine (danach wöchentlich): 15. Oktober von 16 Uhr bis 17 Uhr und 16. Oktober von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr jeweils im Hallenbad im Schulzentrum Süd. Damit die Trainerinnen besser planen können, wird um Anmeldung unter artistic-swimming@ksk1911.de gebeten.

Strahlend: Nina Fix.
Strahlend: Nina Fix. Foto: Frei
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