Bogenschießen
SV Bruchmühlbach erobert Oberliga-Thron
Es war heiß, es war spannend, es brauchte ein Stechen, und es war am Ende ein Hauch von einem Ring, der über den Sieg in der Bogen-Oberliga entschied. Mit den letzten drei Pfeilen und mit 24:23 holte sich der SV Bruchmühlbach die Oberliga-Krone der Recurve-Schützen. Knapp geschlagen blieb die TG Waldsee auf Rang zwei zurück. Was für ein Bogenfestival, das sich da in Obermoschel am finalen Wettkampftag den Schützen und den Zuschauern bei sportlich richtig guten Bedingungen bot.
72 Pfeile auf die Scheibe
Erstmal hieß es für je vier Sportler aus einer Mannschaft 72 Pfeile auf die 70 Meter entfernt stehende Scheibe zu schießen. Gewertet wurden die besten drei Bogenschützen, das Ergebnis wurde in die vorherige Tabelle eingepflegt, und die Finalrunde konnte mit den ersten vier Mannschaften der Tabelle, das waren die TG Waldsee, der SV Bruchmühlbach, ESV Landau und der SV Hatzenbühl, beginnen. Die Teams aus Kandel und Worms hatten mit den Rängen fünf und sechs das Nachsehen. Die Finalrunde forderte die Schützen schließlich nochmals gewaltig.
Waldsee musste im ersten Halbfinale gegen Hatzenbühl ran und gewann genauso souverän, wie das Team die gesamte Saison aufzutreten wusste. Bruchmühlbach hatte Landau als Gegner an der Schießlinie. Nicht überzeugend, aber doch siegreich ließen die Bruchmühlbacher Landau hinter sich und zogen ins „Gold Medal Match“ gegen Waldsee ein. „Waldsee schoss die gesamte Saison schon stabil und war stets ungefährdet auf Platz eins“, war es Michael Zahm, Philipp Wietzel, Freddy Barthelemy und Guido Kurz, dem Bruchmühlbacher Finalteam, bewusst, wer hier der Favorit war. Aber die Bruchmühlbacher versteckten sich nicht, gewannen gleich mal den ersten Finalsatz. Waldsee konterte, holte sich den nächsten Satz, bevor es wieder der SV Bruchmühlbach war, der Satz drei gewinnen konnte.
Einen Tick besser
Beim Stand von 4:2 wollten die Westpfälzer nachlegen und sich den Ligasieg sichern. Überragend legte Philipp Wietzel starke zwei Zehnen auf die Scheibe, seine Vereinskollegen folgten bärenstark – nützte nichts. Waldsee war einen minimalen Tick besser, holte sich den Satz, glich auf 4:4 aus und zwang Bruchmühlbach ins Stechen. Drei Pfeile für jede Mannschaft mussten die Entscheidung bringen. Mit 24:23 gelang dem SV Bruchmühlbach ein Pünktchen mehr, und sie saßen oben auf dem Oberliga-Thron.
Ein Aufstieg ist für Bruchmühlbach trotzdem nicht möglich. Auf Bundesebene gibt es über der Oberliga keine Ligen-Runden mehr. Die Oberliga ist im Freien schlicht der höchste Berg, den die Teams erklimmen können. Für den SV Bruchmühlbach heißt es jetzt, dennoch nicht ausruhen, sondern weiter ran an die Arbeit und an hartes Training. Sagt jedenfalls Teamsprecher Michael Zahm. Grund: In knapp neun Wochen steht die Regionalliga in der Halle an.