Kaiserslautern Stefan Glander (Die Linke): Zu hohe Mieten sind sein Thema

Erachtet Donald Trump als problematisch: Stefan Glander.
Erachtet Donald Trump als problematisch: Stefan Glander.

Seit 2009 sitzt Stefan Glander (Die Linke) im Stadtrat von Kaiserslautern. Er macht Politik, „weil die Ärmsten alles tragen müssen“. Nun will er in den Bundestag.

Im Stadtrat habe er bereits einige Erfolge erzielen können, wie die Sozialquote bei Neubauten, die dank seiner Initiative bei 20 Prozent liege und auf 50 Prozent erhöht werden soll.

Glander ist in Kaiserslautern geboren, aufgewachsen und auch nie weggezogen. In seiner Heimatstadt genießt er vor allem die Nähe zum Pfälzerwald. Die Innenstadt, so bemängelt er, müsse allerdings viel rad- und fußgängerfreundlicher und außerdem grüner gestaltet werden. Um den Klimaschutz weiter voranzubringen, müsse die Gesellschaft mit der Politik zusammenspielen, denn Eigeninitiative allein reiche nicht.

Ein weiteres Thema, das Glander beschäftigt, sind die hohen Mieten, die auch in Kaiserslautern ein Problem sind. Es müsse einen bundesweiten Mietendeckel geben, um Wohnen für alle bezahlbar zu machen.

Auch die aktuelle politische Lage bereitet Glander Sorge. US-Präsident Donald Trump beschreibt er als „problematischste Figur“, die aktuell im Amt ist und würde ihm sogar zum Rücktritt raten. Über weitere Politiker sagt Glander: „Es gibt mehrere, denen das Amt abgenommen gehört. Im deutschen Raum wäre das die gesamte AfD.“ Von der AfD müsse man sich inhaltlich abgrenzen. „Es darf keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen geben“, sagt Glander.

Das Thema „Migration“, das im Wahlkampf eine große Rolle spielt, bezeichnet er als „Ablenkungsmanöver von dem eigentlichen Problem, das wir haben“. Die Ausländer tragen aus seiner Sicht an Problemen wie maroden Schulen, dem schlechten Gesundheitssystem oder unbezahlbarem Wohnraum keine Schuld.

Bei der Ukraine-Politik sieht Glander Verbesserungsbedarf, er möchte Friedensinitiativen unterstützen. Eine politische Entscheidung unterstützt der Politiker: die Legalisierung von Cannabis. Er bezeichnet die Umsetzung jedoch als „unbedacht“, den Konsum wertet er nicht als Verbrechen, auch wenn er der Gesundheit schade. Als Jugendlicher habe er selbst einmal einen Joint geraucht, gibt er zu.

Außerdem wünscht er sich eine „persönlichere Politik, damit auch die Menschen vor Ort mehr mitentscheiden dürfen“.

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