Kaiserslautern Station in Kaiserslautern: 120 Radfahrer strampeln für eine Welt ohne Atomwaffen

Zu einer Mittagsrast machten die 120 Radfahrerinnen und Radfahrer auf ihrem Radmarathon für ein Atomwaffenverbot Station in Kais
Zu einer Mittagsrast machten die 120 Radfahrerinnen und Radfahrer auf ihrem Radmarathon für ein Atomwaffenverbot Station in Kaiserslautern.

Rund 120 Radfahrerinnen und Radfahrer haben auf ihrem 21. „Marathon für Atomwaffenverbot“ am Samstagmittag erneut einen Zwischenstopp in Kaiserslautern eingelegt.

Gestartet waren die Radler um 5.45 Uhr in Vaihingen (Baden-Württemberg), wohin sie nach insgesamt rund 340 Kilometer Fahrt planmäßig um 21.10 Uhr zurückkehren wollten. Anliegen der Radfahrer ist es, mit ihrer Aktion die Erinnerung an die beiden 1945 erfolgten US-amerikanischen Atombomben-Abwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zu vertiefen. Nach Kaiserslautern war das westlichste Ziel der Tour der Parkplatz am Gedenkstein für die Flugtagkatastrophe in Ramstein.

Für eine möglichst angenehme Mittagsrast in Kaiserslautern hatten im Veranstaltungssaal der Alten Eintracht Helferinnen und Helfer der Friedensinitiative Westpfalz gesorgt. Mehr als 30 Minuten waren für die Pause allerdings nicht vorgesehen. Aber schon der Empfang war ausgesprochen herzlich: „Hallo, kommt rein“ und „Wie geht’s Euch?“. Sechs mit jeweils zehn Litern Wasser gefüllte Kanister standen bereits vor dem Eingang parat. Drinnen waren lange Tische mit süßen Schnittchen und belegten Broten, dazu Bananen, Melonen und eine Auswahl an Getränken gedeckt.

Beim ersten Mal noch vorsichtig unterwegs

„Echt super bis jetzt“ und „Ganz toll, was die hier anbieten“, kommentierte strahlend ein Radler, der zum ersten Mal an der Tour teilnahm. Ein wenig vorsichtig war er aber schon: „ Jetzt müssen wir nur noch zurückkommen.“ Ein anderer Erstling war vorsichtshalber samt seinem Fahrrad mit der Bahn aus Stuttgart angereist. Er sei bisher noch nie mehr als 150 Kilometer am Stück geradelt – und dann noch in diesem Tempo, verriet er. Vor dem Eingang zur Eintracht hatte er gespannt die Ankunft der Radler erwartet, denen er sich später anschließen wollte.

Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) begrüßte die Tour-Teilnehmer in der Alten Eintracht.
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) begrüßte die Tour-Teilnehmer in der Alten Eintracht.

„Wie in jedem Jahr ist die Stimmung wieder gut“, sagte Klaus Wirtgen, Vorsitzender der Friedensinitiative Westpfalz, erfreut über die gute Laune an den Tischen. In seiner Begrüßung dankte er allen, die sich in Erinnerung an den Bomben-Abwurf mit Tausenden von Todesopfern gegen den Einsatz von Atomwaffen abstrampelten.

Kimmel: „Deutliches Zeichen für den Frieden“

In einer sehr aufgeregten Zeit setze die Aktion der Friedensinitiative erneut ein deutliches Zeichen für den Frieden, hob Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) als Schirmherrin der Aktion hervor. Wer so viele Kilometer strample, der streue einen Samen aus, der mit Sicherheit aufgehe. Richard Hackländer, Dekan des Kirchenbezirks Kaiserslautern, zollte der sportlichen Leistung der Radler ausdrücklich seinen Respekt. Er verabschiedete sie mit seinem Segen.

Weiterhin begleitet von der Polizei machten sich die Radfahrer auf den Weg zu ihrem westlichsten Stopp. Am Gedenkstein für die Flugtagkatastrophe an der Airbase in Ramstein gab es die Gelegenheit zum Gedenken an die zahlreichen zivilen Opfer der Veranstaltung vom 28. August 1988.

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