Fußball
Standortbestimmung für FCK-U17 am Geißbockheim
Es ist das erste Auswärtsspiel der Hauptrunde Liga A der DFB-Nachwuchsliga und gleich eine Standortbestimmung bei einem der ambitioniertesten Nachwuchsprogramme des Landes. Früh in dieser Phase kann ein Auswärtsspiel beim Favoriten bereits Tendenzen setzen: für die Tabelle, vor allem aber für das Selbstverständnis einer jungen Mannschaft.
Der Auftakt war intensiv für die U17 des 1. FC Kaiserslautern – und lehrreich. Beim 3:3 gegen TSG Hoffenheim führte der FCK zwischenzeitlich 3:1, ehe in der Schlussphase der Ausgleichstreffer fiel. Eine Partie, die zeigte, welches Tempo und welche offensive Qualität in der Mannschaft steckt, aber auch, wie hoch das Niveau in dieser Liga ist. In der Liga A werden Führungen nicht verwaltet, sie müssen behauptet werden – bis zur letzten Minute.
13 Siege
FCK-Trainer Maurizio De Vico blickt nun auf die kommende Aufgabe: „Köln ist einer der Top-Favoriten der Gruppe. Ihren Anspruch haben sie in der Gruppenrunde mit 13 Siegen und einem Unentschieden bestätigt“, sagt er mit Blick auf die beeindruckende Vorrunde des „Effzeh“. Zugleich verweist er darauf, dass auch die Rheinländer zum Start „nur“ ein Remis holten – ein 2:2 in Nürnberg nach zweimaligem Rückstand. „Daran erkennt man, wie umkämpft und eng diese Liga sein wird.“
Die kölschen Zahlen aus der Vorrunde – 13 Siege, ein Unentschieden, 57:10 Tore – unterstreichen die Konstanz des Kölner Nachwuchses. Maurizio De Vico beschreibt den Gegner als „eine Mannschaft, die athletisch sehr weit ist und einen sehr reifen Fußball spielt“. Hinzu komme „eine sehr hohe individuelle Qualität“. Das ist hier keine Floskel, sondern eine präzise Einordnung. Köln verbindet Physis mit Spielintelligenz; eine Kombination, die gerade im Nachwuchsbereich häufig den Unterschied ausmacht.
Krankheitsbedingte Ausfälle
Gleichzeitig richtet der Lauterer Coach den Blick auf das eigene Team. Die Trainingswoche war von krankheitsbedingten Ausfällen geprägt. „Zunächst einmal hoffe ich, dass sich unser Lazarett bis zum Wochenende noch etwas lichtet und der ein oder andere noch zurückkehrt“, sagt De Vico. Man sei jedoch „zuversichtlich, mit vollem Personal nach Köln zu fahren“. Gerade in einer Phase, in der Rhythmus und Automatismen entscheidend sind, wiegt personelle Kontinuität schwer.
Inhaltlich fordert er eine klare Haltung. Gegen Hoffenheim sei seine Mannschaft „intensiv und aktiv“ gewesen. Genau das müsse nun wieder der Maßstab sein. „Da erwarte ich von uns, dass wir nicht nur Paroli bieten, sondern auch auf unsere Chancen hoffen dürfen.“
Es geht also nicht um abwartendes Verteidigen, sondern um Präsenz im Spiel. Um Mut mit Maß. Um die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten stabil zu bleiben.
Auszeichnung für Dion Hofmeister
Unabhängig vom Ergebnis steht der FCK-Nachwuchs aktuell auch für Entwicklung im größeren Kontext. U17-Kapitän Dion Hofmeister ist mit der deutschen U17-Nationalmannschaft in dieser Woche zum Algarve Cup in den portugiesischen Süden gereist. Spiele gegen Finnland, Spanien und den Gastgeber warten – eine Auszeichnung für seine Entwicklung und ein Signal für die Arbeit auf dem Fröhnerhof.
Am Samstag aber zählt zunächst das Hier und Jetzt. Ein Auswärtsspiel bei einem der großen Favoriten. Eine junge Mannschaft, die lernen will, Spiele zu kontrollieren und sie zu Ende zu bringen. Karneval hin oder her: Entscheidend ist, wer auf dem Platz feiert.