Kaiserslautern STADTLEBEN: Alte Liebe rostet nicht

Drückt dem 1. FCK beide Daumen: Friedhelm Funkel.
Drückt dem 1. FCK beide Daumen: Friedhelm Funkel.

Als Trainer von Fortuna Düsseldorf war er am Samstag im Fritz-Walter-Stadion 92 Minuten lang Gegner des 1. FC Kaiserslautern, in der Pressekonferenz erwies er sich danach aber auch als großer Freund und Unterstützer der Roten Teufel. Es war mehr als nur das nüchterne „Alles Gute“, das Friedhelm Funkel, der Coach aus dem Rheinland, dem sich in höchster Abstiegsgefahr befindenden 1. FCK für die verbleibenden Spiele um den Klassenerhalt in der Zweiten Fußball-Bundesliga wünschte. Das machen viele Trainer an dieser Stelle, aus Höflichkeit oder aus Mitgefühl. Friedhelm Funkel, der von 1980 bis 1983 das Trikot der Roten Teufel trug, lieferte vor der Presse mehr ab. Es war ein emotionales Bekenntnis zum 1. FCK, wie es für einen gegnerischen Trainer ungewöhnlich ist. Ganz Kaiserslautern nahm Funkel in die Pflicht, den Verein im Klassenkampf zu unterstützen. Die Fans müssten, wie sie es im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf getan hätten, hinter der Mannschaft stehen. Ausdrücklich wünschte er sich, dass der 1. FCK die Klasse halten kann. Das Ziel zu erreichen, sei machbar, machte Friedhelm Funkel den Roten Teufeln und seinen Fans gehörig Mut. Er drückte explizit dem 1. FCK beide Daumen für die Mission Klassenerhalt. Er äußerte die Hoffnung, dass der 1. FCK in den nächsten Wochen Spiele gewinnen werde und somit in der Tabelle wieder ein wenig nach oben krabbeln könne. Der 1. FCK spiele demnächst gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf, stellte der Trainer als gute Chance für die Lauterer fest, etwa gegen Braunschweig und im Nachholspiel gegen Darmstadt. Friedhelm Funkel zeigte mit seinen Worten, dass alte Liebe nicht rostet. Der gebürtige Neusser sagte, dass er immer noch gerne an seine Zeit in Kaiserslautern zurückdenke, auch wenn sie schon 35 Jahre zurückliege. Der 1. FCK sei immer in seinem Herzen geblieben. Der frühere Mittelfeldspieler erinnerte an Weggefährten, die heute für den 1. FC Kaiserslautern tätig sind. Hans Werner Moser nannte er, der mit der Aufschrift auf dem Trikot „Gute Besserung, Jeff!“ den erkrankten Chefcoach Jeff Strasser auf der Bank vertrat. Gerry Ehrmann, den erfolgreichen Torwarttrainer der Betzenberger, nannte er. Und auch den heutigen Assistenztrainer Alexander Bugera, der unter ihm als Trainer in Duisburg in den 1990er Jahren die Fußballschuhe schnürte.

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