Kaiserslautern STADTGESPRÄCH:

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„Unverbaubar!“, scherzte Oberbürgermeister Klaus Weichel diese Woche beim Ersten Spatenstich über die Lage für den Neubau der Technischen Akademie Südwest (TAS). Unvergleichbar, könnte man sagen, ist der Standort für das neue Domizil des Weiterbildungsträgers. Ein Standort gelegen an einem Hang, zwischen der Mühlstraße unten und der Kennelstraße einige Meter oben drüber. So richtig konnte man sich bisher nicht vorstellen, dass auf der Fläche ein respektabler Neubau entstehen kann. Wer die Pläne sieht, muss aber das Gegenteil glauben. Eines steht fest: Der Neubau trägt dazu bei, das Quartier städtebaulich aufzuwerten. Das sah auch der Rathauschef so, der in diesem Zusammenhang das Augenmerk auf eine Reihe noch untergenutzter Flächen Richtung Rathaus lenkte. Hierin kam wohl der Wunsch des OB nach Entwicklung zum Ausdruck… Der Neubau ist die Krönung für die Technische Akademie Südwest. Knapp 40 Jahre nach ihrer Gründung 1977 bekommt das sogenannte An-Institut an der Technischen Universität Kaiserslautern und der Hochschule Kaiserslautern ein eigenes Domizil. Die Zeit des Vagabundierens, wie es der Vorsitzende des TAS e.V., Karl-Heinz Dielmann, beim Ersten Spatenstich formulierte, neigt sich dem Ende zu. Die Technische Akademie Südwest hat sich den Neubau verdient. Er ist Ausdruck erfolgreicher Tätigkeit auf dem Weiterbildungssektor. Die Tatsache, dass es der TAS möglich ist, die Investition von 2,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln und Mitteln der eigenen Stiftung zu stemmen, spricht dafür, dass die Akademie gut verdient, einen guten Ruf am Markt hat. Die langjährige Aufbauarbeit, die der frühere Geschäftsführer Professor Lothar Scherer betrieben hat, zahlt sich heute aus. Gut für den Vereinsvorsitzenden Dielmann, schlecht für den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse, Dielmann. Letzterer klagte beim Ersten Spatenstich darüber, dass er die Investition gerne mit einem Kredit unterstützt hätte, aber seine Hilfe nicht gebraucht wurde. Klar, Geldinstitute suchen heute sichere Kreditnehmer... Es war peinlich für die SPD-Fraktion, was diese Woche im Stadtrat über die Bühne ging. Erst hieß der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Rahm ausdrücklich gut, was die CDU-Fraktion zur Aufpflasterung der Alleestraße und damit zur Verbesserung der Anbindung des Unionsviertels vorgeschlagen hat. Dann fuhr ihm der Koalitionspartner, der Fraktionssprecher der Grünen, Tobias Wiesemann, voll in die Parade. Das Ende vom Lied: ein abgelehnter CDU-Antrag, eine gespaltete SPD-Fraktion, die einen für die Aufpflasterung, die anderen für den grünen Änderungsantrag, verschiedene Varianten, darunter einen lächerlichen Zebrastreifen, zu prüfen. Da hat die Abstimmung in der Koalition aber versagt. Oder? Der CDU-Fraktionsvorsitzende Walfried Weber hat die zunächst verloren geglaubte Wette, dass der CDU-Antrag in den Bauausschuss verwiesen wird, offenbar doch gewonnen... Immer wieder ein großes Thema: der Verkehr in Kaiserslautern. Jeder ist davon betroffen. Die RHEINPFALZ-Leser haben diese Woche der Stadtverwaltung ein kostenloses (nota bene!) Gutachten darüber gegeben, warum sich der Verkehr in der Lauterstraße immer wieder staut. In verschiedenen E-Mails an die Redaktion haben sie sehr kenntnisreich und engagiert Ursachenforschung betrieben. Jetzt sind wir mal gespannt, was die Stadtverwaltung daraus macht. Hoffentlich beschäftigt sich die Stadtverwaltung nicht nur mit Gutachten, die richtig Geld gekostet haben... Ein gutes Händchen ist der Moderatorin Sonja Hörster zu wünschen, die heute Nachmittag in das von der Stadt beziehungsweise der städtischen Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft betriebene Bürgerdialogverfahren in der Burgherrenhalle in Hohenecken startet. Von ihrem Geschick wird es wesentlich abhängen, ob es möglich ist, in die Diskussion über die Entwicklung des früheren Pfaff-Geländes ein ruhiges, sachliches und vor allem faktenorientiertes Klima zu bringen. Und was gibt es sonst noch Neues in der Stadt? Politische Geschichte wiederholt sich immer wieder. „Arroganz der Macht“ hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Schulz der Koalition vorgehalten – verärgert darüber, wie sie mit dem Antrag zum Unionsviertel im Stadtrat verfahren ist. Hatte die SPD dies auch nicht mal der CDU-Fraktion vorgehalten, in Zeiten, in denen Oberbürgermeister Bernhard Deubig und die absolute CDU-Mehrheit im Stadtrat regiert hatten? Ich glaub’ schon.

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