Kaiserslautern Stadtgespräch:

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Windräder

im Pfälzerwald – seit Monaten beherrscht das Thema die Schlagzeilen. Vor gut einer Woche dann das Aus für die Windradpläne in der Vorderpfalz, um den Status als Unesco-Biosphärenreservat nicht zu gefährden. Kollektives Aufatmen bei allen, die ihre Bäume am liebsten pur mögen – ohne Rotoren und Blinklichter. Seit dieser Woche hat Kaiserslautern seine eigene Windrad-Diskussion. Der Mast des Anstoßes ist 140 Meter hoch und misst entlang der Autobahn A6 Windgeschwindigkeit und Windhäufigkeit. Aufgestellt haben ihn die Stadtwerke, mit Bezug auf vier geplante Windräder. Windräder, die es laut Oberbürgermeister Klaus Weichel gar nicht geben soll, nicht geben wird und auch nicht geben darf: Weil der Flächennutzungsplan das mittlerweile ausschließe. Bei der windigen Angelegenheit bleiben aus Sicht der Bürger viele Fragen offen. Warum haben die Stadtwerke rund 200.000 Euro in eine Windmessanlage investiert, obwohl der Flächennutzungsplan noch keine Rechtskraft hatte? Dass ein Mast nicht über Nacht geplant und aufgestellt wird, solche Projekte demnach eine lange Vorlaufzeit haben, ist klar. Dennoch – hätte das Unternehmen nicht noch gestoppt werden können? Der OB muss sich nicht nur als Stadtchef, sondern als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke die Frage gefallen lassen, warum er kein Veto eingelegt hat, um das Vorhaben zu stoppen. Bleibt die letzte Frage: Was wird aus dem Mast? Muss er jetzt traurig und allein im Wald stehen, wie das Männlein aus dem Kinderlied? Lautern zeigt Flagge: Gegen die Neo-Nazi-Demo, die am Samstag, 14. März, geplant ist, hat sich in Kaiserslautern ein breites Spektrum an Menschen gefunden, die NEIN zu rechten Parolen sagen wollen. „Kaiserslautern ist bunt“, lautet stattdessen das Motto des Aktionsbündnisses „Lautern gegen rechts“. Angesichts der Diskussion über die Flüchtlingsunterbringung in der Stadt ist das ein wichtiges Zeichen. Die Stadt Kaiserslautern und mit ihr viele Bürger sind weltoffen und wollen Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben übernehmen. Die Stadt Ludwigshafen stand vor einigen Wochen vor dem selben Thema, dort haben sich viele Menschen an der Gegendemo zur Kundgebung der Rechten versammelt. Gut, wenn das in Kaiserslautern genauso ist. Da ist der Stadt diese Woche etwas richtig Gutes gelungen: Künftig finden sich alle Veranstaltungen in Kaiserslautern und Umgebung in einem Veranstaltungskalender im Internet wieder. Wer will, kann künftig gemütlich von Zuhause aus einen Überblick über die Veranstaltungen gewinnen und sich ohne großen Aufwand informieren, was läuft: Vorträge, Partys, Ausstellungen, und und und. Hat er etwas gefunden, das ihm gefällt, reichen ein paar Klicks und die Eintrittskarte ist gebucht. Doch nicht nur Besucher, auch Organisatoren von Veranstaltungen profitieren. Anstatt ihre Veranstaltungen bei der Stadtverwaltung zu melden und sie dort erfassen zu lassen, können sie sie jetzt selbstständig in den Kalender eintragen. Sehr zur Freude der Freien Kulturszene, die auf diese Weiterentwicklung seit längerem gewartet hat. Eine Weiterentwicklung, die wichtig ist: Ohne Internet läuft mittlerweile wenig. Auch in der Kultur.

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