Kaiserslautern Stadt lässt Konzept gegen Überschwemmungen erstellen
Die Erstellung eines Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts soll bis zum Jahresende an ein Ingenieurbüro vergeben werden, teilte die Leiterin des Umweltreferats, Bettina Dech-Pschorn, im Umweltausschuss am Montagabend mit. Das Büro werde in den kommenden zwei Jahren Fachgespräche führen, Workshops organisieren und zu öffentlichen Veranstaltungen aufrufen – „nach derzeitiger Lage wohl Online-Veranstaltungen“, so Dech-Pschorn. Ziel sei es, mit den Bürgern zu reden – allerdings gehe es nicht um konkrete Objektvorsorge für die Einwohner im Hochwasser- oder Starkregenfall. Dech-Pschorn: „Eventuell bieten wir im Zuge der Erstellung oder danach auch Beratungen für Bürger an.“
Derzeit laufen erste, vom Land finanzierte Vorarbeiten. Die seien zwar nicht eigens für das Konzept vergeben worden, flössen aber mit ein: Die Lauter wird von Kaiserslautern aus bis zur Mündung in den Glan in Lauterecken (Kreis Kusel) vermessen, um anschließend ein 2-D-Modell erstellen zu können. Für die Stadt ist dabei der Bereich Obere Lauter/Unterer Eselsbach von Interesse. Unter anderem aus diesen Daten ließen sich dann Erkenntnisse gewinnen, welche Varianten zum Hochwasserschutz es gibt.
Mit dem fertigen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept lassen sich, erklärte die Referatsleiterin, anschließend leichter Fördergelder für die Umsetzung der Maßnahmen nach Kaiserslautern holen. Ausgangspunkt für das Konzept waren laut Stadtverwaltung die beiden Unwetter im Mai und Juni 2018 – danach habe man den „dringenden Handlungsbedarf erkannt“. In ersten Sofortmaßnahmen wurde beispielsweise ein provisorischer Wall an der Lauter im Bereich Engelshof aufgeschüttet.