Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Späte Erlösung und eine Prise Ärger für die U21 des FCK

Neal Gibs (links) vom FCK II zieht mit dem Ball am Fuß an. In der Mitte Philipp König vom SV Auersmacher, rechts daneben David S
Neal Gibs (links) vom FCK II zieht mit dem Ball am Fuß an. In der Mitte Philipp König vom SV Auersmacher, rechts daneben David Schramm, der das späte 1:1 erzielte.

Die U21 des 1. FC Kaiserslautern hat die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga behauptet. Im Spiel beim SV Auersmacher muss aber bis in die Nachspielzeit gezittert werden.

„Du hast Torchancen, machst das Tor nicht. Und auf einmal steht es 1:0 für den Gegner – und du weißt gar nicht, was jetzt hier passiert ist.“ Treffender hätte Alexander Bugera, der Trainer des 1. FC Kaiserslautern II, das Geschehen am vergangenen Samstagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz des SV Auersmacher nicht zusammenfassen können. Sein Team spielte vor 150 Zuschauern in Hälfte eins auf ein Tor, traf zweimal die Torlatte, hatte Pech bei einem Schuss, der noch auf der Torlinie geklärt wurde.

Bugera hatte sein Team auf vier Positionen in der Anfangsformation geändert. Unter anderem ersetzten Ben Reinheimer und David Schramm im Mittelfeld Owen Gibs und Kapitän Jean Zimmer. „Owen war krank, Jean war ein bisschen angeschlagen, deswegen haben wir darüber gesprochen, ihn erst einmal draußen zu lassen und vielleicht in den letzten 20 Minuten zu bringen“, berichtet Bugera und betont: „Die Jungs, ob Ben, ob Schrammi, die waren ja im Kommen die letzten Wochen. Die haben es sich auch verdient, von Anfang an zu spielen – ganz unabhängig von der Personallage.“

Schramm bedankt sich

Sie rechtfertigten sein Vertrauen, einer ganz besonders: David Schramm, der in der Nachspielzeit den erlösenden Ausgleich zum 1:1 erzielte. Schon in der Vorwoche hatte der 19-Jährige – damals noch als Joker – den 3:3-Ausgleich gegen Idar-Oberstein erzielt. „Ich bin dem Trainer dankbar, dass ich das Vertrauen bekommen habe“, sagt Schramm. „Ich habe versucht, dem Team zu helfen.“

Nach dem für Auersmacher sehr schmeichelhaften 0:0 zur Pause mussten sie aber zunächst mit ansehen, wie die Gastgeber mit ihrem ersten Torschuss des Spiels durch Philipp König (57.) in Führung gingen. „Da hatten wir schon eine Zeit lang einen Bruch in unserem Spiel“, sagte Bugera. „Da spielt sich dann schon viel im Kopf ab.“ Eine Phase mit wenig klaren Möglichkeiten war die Folge.

Erst gegen Ende wurde der FCK II wieder druckvoller, doch der Ball wollte einfach nicht rein. Bis die zweite Minute der Nachspielzeit anbrach. Ein Abpraller kam zu Schramm, der aus 16 Metern voll abzog. Der Ball landete flach links im Auersmacher Tor. „Ich hatte schon vorher einen Abschluss, wo ich dann nicht so konsequent war. Den habe ich übers Tor geschossen“, berichtet Schramm. „Ich habe mir schon gedacht: So viele Chancen werden wir nicht mehr bekommen. Den Schuss zum 1:1 habe ich mit voller Überzeugung genommen – und dann ist er zum Glück reingegangen.“

Eine Prise Ärger

In die Erleichterung über den späten Ausgleich mischte sich aber auch eine Prise Ärger. „Wir haben in der Halbzeit gehört, dass Pirmasens nur unentschieden gespielt hat“, berichtet Schramm. „Da willst du natürlich deinen Vorsprung ausbauen. Insofern ist es schon ärgerlich, dass wir nur 1:1 gespielt haben.“ Auf der anderen Seite – und das sei das Positive – sei ja nichts passiert. „Wir sind weiterhin zwei Punkte gegenüber Pirmasens vorne“, sagt Schramm. „Also liegt es immer noch bei uns.“

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