Kaiserslautern Sorgen an den Kasernentoren

Die US-Army hat den Sicherheitsdienst für ihre deutschen Standorte neu ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam nicht mehr die Pond-Security aus dem hessischen Erlensee, die seit 1991 die Tore an Einrichtungen der amerikanischen Armee bewacht, sondern die Firma Sicherheit Nord aus Schleswig-Holstein. Der Betriebsrat des hessischen Unternehmens, das eine Zweigstelle in Siegelbach unterhält, fürchtet nun um die rund 350 Jobs in Kaiserslautern und im Landkreis. Rolf Fuchs, Vorsitzender des Betriebsrates Kaiserslautern, Pirmasens, Landstuhl und des Gesamtbetriebsrates der Firma Pond, berichtet von Existenzangst unter den Wachleuten, die mit Ausnahme der Housing Vogelweh alle Einrichtungen der US-Armee in der Region bewachten. Sie alle hofften, dass das neue Sicherheitsunternehmen sie zu gleichen Bedingungen übernimmt, aber von der Firma Sicherheit Nord gebe es keine Signale. Vielmehr suche das Unternehmen im Internet Wachleute. Fuchs befürchtet, dass die Pond-Leute außen vor bleiben.
Sollte Sicherheit Nord doch auf Pond-Leute zurückgreifen, treibt Fuchs die Sorge um, dass sie nicht zu den gleichen Konditionen wie bisher eingestellt werden. Zunächst gehe es um das Tarifgehalt von 9,51 Euro pro Stunde. Daneben aber auch um weitere Leistungen wie das Stellen von Uniformen. Die Pond-Leute würden von ihrem Unternehmen eingekleidet, bekämen Winter- und Sommerkleidung, der Service reiche von der Uniform über Schals und Mützen bis zu den Schuhen, der Arbeitgeber habe sogar warme Unterwäsche gestellt. Jeder Wachmann habe mehrere Uniformen im Schrank hängen. Bei anderen Unternehmen sei das nicht selbstverständlich.