Kaiserslautern Siegelbacher Ostereiermarkt aus der Corona-Pause zurück
Das meinte auch Alfred Klein aus Weilerbach. Seine Frau Gundi und einige andere Rodenbacher Frauen organisierten nach zwei Jahren Corona-Pause am Samstag und Sonntag zum 25. Mal die Ostereier-Ausstellung in den Räumen der Westpfalz Werkstätten in den Siegelbacher Sauerwiesen. „Die Leute sind ausgehungert. Sie brauchen nach zwei Jahren Corona – und nun auch noch dem Krieg in der Ukraine – etwas für die Seele“, sagte Alfred Klein. Damit hat er bestimmt den Nagel auf den Kopf getroffen.
Besucher können Ostereier gestalten
Vor dem Gebäude parkten zahlreiche Autos. In den Ausstellungsräumen herrschte reges Treiben. Auch viele Amerikaner mit Kindern schlenderten an den reich bestückten Tischen vorbei. Besonders das Angebot von Heidemarie Christmann und ihrer Enkelin Heike aus Rodenbach weckte das Interesse von Familien. Die beiden Frauen leiteten die Besucher an, sich ihre Ostereier zum Preis von einem Euro selbst zu gestalten. Pflanzenblätter oder papierne Tiermotive wurden auf die Außenhülle der hart gekochten Eier gelegt, ein Nylonstrumpf darüber gezogen. Dann wurde das Ganze in Naturfarbe getaucht. Interessante Motive, abseits der quietschbunten handelsüblichen Farben, kamen zum Vorschein. „Wir haben die Eier vorgekocht, sodass wir keinen Matsch haben, wenn etwas herunterfällt“, erklärte Heidemarie Christmann.
Aussteller aus Frankreich und den Niederlanden
Etwa 20 Aussteller aus nah und fern, sogar aus den Niederlanden und aus Frankreich, boten eine große Palette unterschiedlicher kleiner Kunstwerke an. Dabei gab es auch Kurioses zu entdecken. Elisabeth Klein aus dem französischen Taintrux, im Département Vosges in der Region Grand Est, präsentierte kunstvoll bestickte Natureier. Vom Wellensittich- über das Wachtel- bis zum Straußenei hatte sie alle Größen im Gepäck. Nicole und Patrick Busch aus Erlenbach waren gekommen, um sich Ideen für ihre österliche Dekoration zuhause zu holen. Bei den Wachsapplikationen am Stand von Anne Rose Strack aus Rodenbach wurde das Paar fündig. „Wir wollen mit unserem Osterschmuck ein Zeichen setzen. Gerade an den Tagen der Auferstehung wünschen wir allen Menschen, dass wieder bessere Zeiten kommen!“.
Die Cafeteria im Haus blieb an diesem Wochenende zwar geschlossen, doch die Verköstigung kam nicht zu kurz. Im überdachten Außenbereich wurden Speisen, Getränke und selbst gebackener Kuchen angeboten. Der Erlös des Kuchenverkaufs sowie die Eintrittsgelder werden ohne Abzug den Westpfalz Werkstätten gespendet.