Kaiserslautern Schnell auf die Bretter geschickt

Dennis Don Kiy hat Milos Dovedan hart getroffen.
Dennis Don Kiy hat Milos Dovedan hart getroffen.

«Offenbach.»Kaum war der Gong zur ersten Runde erklungen, da war es auch schon vorbei. Der Boxprofi Dennis Don Kiy machte am Samstag in der Challenge-Club-Arena in Offenbach mit Milos Dovedan extrem kurzen Prozess. Mit einem schweren Nierenhaken schickte der Internationale Deutsche Meister den Serben bereits nach 33 Sekunden auf die Bretter und entschied den Schwergewichtskampf nach noch nicht einmal einer Minute durch Technischen K. o. für sich.

„Wichtig war, dass ich wieder im Ring gestanden habe“, sagte der 25 Jahre alte Schopper nach seinem Blitzsieg, mit dem er seine makellose Kampfbilanz auf neun Siege verbesserte, siebenmal siegte er dabei durch K. o. oder TKO. Dass ihm der Serbe keine allzu großen Probleme bereiten würde, war schon vor dem Kampf klar. Hatte Kiy ihn doch bereits bei seinem dritten Auftritt als Profi knockout geschlagen. Aber dass er so schnell am Samstag zur Sache kam, überraschte dann doch. In seiner Vorbereitung auf den Kampf habe er mit seinem Trainer Enno Werle speziell den Leberhaken trainiert, berichtete der Rechtsausleger, der mit seiner Schlaghand entscheidend traf. Der angezählte Dovedan kam nach dem harten Treffer zwar noch einmal auf die Beine, ging dann aber nach weiteren Schlägen erneut zu Boden. Zu Recht beendete der Kampfrichter das ungleiche Kräftemessen. Sekundiert wurde Kiy von Manuel Faißt, dem deutschen Mittelgewichtsmeister, der aber in Kiys Ecke wenig gefordert war. Trotz der Kürze des Ringgefechts feierten die etwa 300 Zuschauer den Sieger. Nach seiner langen Ringabstinenz sollte es für Kiy im Challenge-Club eigentlich ein Aufbaukampf sein. Hatte er doch zuletzt im vergangenen Oktober in der Fruchthalle gegen Andre Bunga im Ring gestanden. Da musste er aber über die volle Distanz von zehn Runden gehen, bis er zum Punktsieger erklärt wurde. Gegen Dovedan waren die drei Punktrichter nicht gefordert. Da der auf sechs Runden angesetzte Kampf bereits in der ersten zu Ende war. Bis zu seiner Pflichtverteidigung im kommenden November wird Dennis Don Kiy, der Viking Warrior, keinen weiteren Aufbaukampf mehr bestreiten. Durch intensives Krafttraining, Sparringskämpfe gegen den griechischen Schwergewichtler Evgenios Lazaridis und durch lange Waldläufe will sich der Preisboxer auf diesen Kampf vorbereiten, der in der Fanhalle Nord des Fritz-Walter-Stadions über die Bühne gehen wird. Veranstaltet wird dieser große Lauterer Boxkampfabend von Frank Kiy, dem Vater des Champions. Unterstützt wird er dabei in Sachen Werbung vom 1. FC Kaiserslautern. So soll Dennis Don Kiy bei einem Heimspiel der Roten Teufel den Zuschauern präsentiert werden. Mit von der Partie soll im November in Lautern auch Michael Seitz sein. Der im Cruisergewicht kämpfende Kaiserslauterer bestritt am Samstag in Offenbach auch einen Kampf, den zweiten des Abends. Sein Gegner Thomas Michael Klempert zeigte dabei starke Nehmerqualitäten. Seitz war zwar eindeutig der Chef im Ring, konnte den Frankfurter in den vier Runden aber nicht vorzeitig bezwingen. „Ich habe ihn vier- oder fünfmal hart getroffen, aber er ist nicht zu Boden gegangen“, zollte Seitz nach dem Kampf seinem Kontrahenten Anerkennung. Die Punktrichter entschieden einstimmig für Seitz, der damit in seinem vierten Profikampf den vierten Sieg feierte. Auch Seitz brennt darauf, sich im November in seiner Heimatstadt den Zuschauern im Ring präsentieren zu dürfen.

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