Kaiserslautern Schaufenster zur Oktoberkerwe

Jubiläum, Jubiläum, Geburtstag, dann wieder Jubiläum – und alles rund: Peter Lössel hat gute Gründe zur Genüge, stolz zurückzublicken. Zum 90. Mal jährt sich im kommenden Jahr der Tag, an dem sein Großvater erstmals die Westpfalz angesteuert und am Volkspark die Menschen mit Schmackhaftem versorgt hat: 1927 war’s, als der Lössel Schorsch mit einem Imbissstand Kaiserslautern für sich entdeckt hat. In der Folge brutzelten Würste und mehr regelmäßig bei Kaiserslauterer Volksfesten. Als später Georgs Sohn Ludwig die Geschicke des fränkischen Familienbetriebs lenkte, folgte ein weiterer Markstein: Ein großes Restaurationszelt sollte Gästen anheimelndere Plätzchen bieten. Premiere: 1956. Seit 60 Jahren also ist die „Hax’n- und Hendlbraterei“ in einem Zelt bei jeder Kerwe mit dabei. Damit verbunden noch ein Jubiläum. Denn zur Premiere war auch Peter Lössl erstmals mit in Kaiserslautern, wie der Nürnberger Gastronom schmunzelnd berichtet. Zumindest hat er sich damals der Frau Mama gegenüber durchaus schon bemerkbar gemacht. Zu sehen war er noch nicht, denn erst in wenigen Wochen feiert Peter Lössel seinen 60. Geburtstag. Da wird er wieder zu Hause, wird der letzte Auftritt des Hendl-Zelts für dieses Jahr bewältigt sein. Viermal im Jahr wird das 380 Sitzplätze bietende mobile Restaurant aufgebaut. Zweimal in der Frankenmetropole, zweimal in Kaiserslautern. Nicht verwunderlich, dass sich Lössel auch in der Westpfalz heimisch fühlt. „Mein Sohn hat mal gesagt: Mit dir geh’ ich nimmer durch die Stadt“, schildert Lössel lachend die Verwunderung des Filius’ darüber, dass der Vater alle paar Meter angesprochen, ständig gegrüßt wurde, geradezu als prominent angesehen wird. Ungezählte waren ja auch schon bei ihm zum Essen. Lössel freut es, dass es seinen Gästen offenbar schmeckt. Wundern könne ihn das nicht. Schließlich verspreche er Qualität. Bei der Hendl-Zubereitung kann übrigens jeder zuschauen. Die Hähnchen rotieren gleich vorn neben dem Eingang. Ab und an überzeugt sich der Chef persönlich davon, dass alles stimmt. Links Lössels Mitarbeiter Jonut.