Kaiserslautern Saisonstart der Krokodile mit einem Novum

Als letztes Team der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar starten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Samstag in die Saison. Mit dem SV Friedrichsthal empfangen sie die bisherige Überraschungsmannschaft, die als einzige noch keine Partie verloren hat. Spielbeginn im Sportbecken des Monte Mare ist um 19.30 Uhr. Am Beckenrand warten die Krokodile dabei mit einem Novum in der jüngeren Vereinsgeschichte auf.
Nur die älteren Lauterer Wasserballer können sich noch daran erinnern – im aktuellen Kader steht mit Bernd Feddeck sogar nur noch ein einziger Akteur, der es persönlich mitbekommen hat: Früher gab es einen „echten“ Trainer der ersten Lauterer Herrenmannschaft. Aber es ist mehr als 30 Jahre her, dass der KSK einen Coach am Beckenrand stehen hatte, der nicht zeitgleich als Spielertrainer auch die Kappe schnürte. Unbekannt ist der neue Übungsleiter bei den Krokodilen aber trotzdem nicht: Mit Phil Lane hat der langjährige Trainer des Ligakonkurrenten SC Poseidon Worms das Ruder bei den Lauterern übernommen. Der 63-Jährige gebürtige Engländer suchte eine neue Herausforderung, nachdem die Rheinhessen, die er zwischenzeitlich bis in die Zweite Bundesliga geführt hatte, in dieser Saison mangels Personals weder im Herren- noch im Jugendbereich Mannschaften stellen konnten und komplett vom Spielbetrieb abmeldeten. Einer seiner Gründe, sich für die Krokodile zu entscheiden, war, dass er bei den Aufeinandertreffen in den letzten Jahren „viel ungenutztes Potenzial beim KSK schlummern“ sah, das er gerne zum Leben erwecken möchte. Ärgerlich für die Lauterer, dass die Verletzungswelle bei ihnen nach wie vor nicht ganz abgeebbt ist und zudem momentan auch einige Akteure wegen Abiturprüfungen nicht zur Verfügung stehen. So war ein geregelter Trainingsbetrieb noch nicht wirklich möglich. Dabei hatten die Verantwortlichen des KSK den Beginn der Pflichtspiele extra möglichst weit nach hinten verschoben – offensichtlich aber nicht weit genug. Trotzdem sind die Krokodile mit Abstand das letzte Team, das in die Runde einsteigt. Die anderen Mannschaften haben bereits drei Spiele absolviert – Meister SC Neustadt II sogar fünf. Gegenüber den Vorjahren gibt es im Ligabetrieb eine Änderung, denn nicht nur die Wormser mussten zurückziehen, sondern auch Neustadt verzichtete darauf, eine dritte Mannschaft zu melden, sodass gerade einmal sieben Teams den südwestdeutschen Bereich vertreten. Die Entscheidung war schnell gefällt, dass es statt Qualifikationsrunde mit anschließender Trennung in Ober- und Verbandsliga eine normale Runde „jeder gegen jeden“ mit Hin- und Rückspielen gibt. Für den KSK starten diese zwölf Begegnungen am Samstag mit dem Heimspiel gegen Friedrichsthal und enden am 27. Juni mit der Partie beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II. Zwischen dem 2. April, an dem das zweite Heimspiel gegen den SV Neunkirchen stattfindet, und dem 31. Mai (Heimspiel im Warmfreibad gegen Ludwigshafen III) liegt eine knapp zweimonatige Pause. Als Saisonziel peilen die Lauterer zumindest einen Platz auf dem Podest an, der im Vorjahr mit Rang fünf weit verpasst wurde. Geht es nach Phil Lane, soll möglichst schon in dieser Spielzeit ein Angriff auf die ersten beiden Plätze gestartet werden – dazu müsste sich allerdings die personelle Situation entscheidend verbessern. Wie dem auch sei: Ein Sieg gegen Friedrichsthal am Samstag ist fast schon Pflicht, um nicht bereits am Saisonbeginn vorzeitig aus der Spur zu geraten.