Fußball
Saisonbilanz: TuS Hohenecken überzeugt als Verbandsliga-Aufsteiger
Überhaupt in die Verbandsliga zu kommen, war für den TuS Hohenecken eine schwere Geburt. Mit den beiden Aufstiegsspielen gegen den SV Büchelberg war es nicht getan. Erst in einem Entscheidungsspiel machten die Hohenecker den Einzug in die Liga perfekt, in die sie nach ihrem Selbstverständnis gehören. Damals standen die Hohenecker noch unter der Leitung ihres langjährigen Trainers Benny Hassenfratz. Dessen Position schien unantastbar – doch im Laufe der Runde sollte sich das ändern.
Der Saisonauftakt hätte für den Aufsteiger nicht besser sein können. Vor heimischer Kulisse setzte man sich im Derby gegen den SV Steinwenden mit 4:1 durch und hatte die ersten Punkte auf dem Konto. Auch der erste Auswärtserfolg ließ nicht lange auf sich warten – mit 3:2 besiegte der TuS den FK Pirmasens II. Wenig später folgte aber beim TuS Mechtersheim ein harter Schlag. Es war nicht die erste Niederlage, mit 1:8 fiel sie jedoch überaus heftig aus. Nur ein schwacher Trost war es für die gebeutelten Hohenecker, dass sie gegen die Übermannschaft dieser Runde derart unter die Räder geraten waren.
Trainer Hassenfratz tritt ab
Zu den Topteams zählte hingegen der SV Morlautern nicht. Der Stadtrivale kämpfte vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg, den er am Ende nicht zu verhindern vermochte. Doch im Derby schlug er den TuS Hohenecken mit 4:0. War das schon eine schmerzhafte Pleite gewesen, erging es dem TuS im darauffolgenden Spiel noch schlimmer – mit 1:5 unterlag er zu Hause der SG Hüffelsheim. Damit war offensichtlich: Die Mannschaft steckte in einer Krise. Die Kritik an Trainer Hassenfratz wurde lauter. Schließlich zog er die Konsequenzen und trat von seinem Amt zurück.
In dieser schwierigen Situation bewies der TuS mit seinen Personalentscheidungen ein gutes Händchen. Zunächst übernahmen die beiden erfahrenen Spieler Lukas Kallenbach und Dennie Reh das Training. Eine gute Interimslösung, wie sich zeigen sollte. Die beiden führten die Mannschaft wieder in ruhiges Fahrwasser und übergaben sie vor der Winterpause an Henrik Weisenborn. Mit dem 35- Jährigen präsentierte der TuS einen neuen Trainer. Schnell zeigte sich, dass sich hier zwei gefunden hatten, die zueinander passen. Dank seiner direkten Art fand Weisenborn schnell Zugang zur Mannschaft.
Hohe Siege unter Weisenborn
„Die Spieler haben gut mitgezogen“, sagt Weisenborn, der zuerst „die konditionellen Defizite“ beseitigte. Von seinem neuen Betätigungsfeld zeigt sich der Coach angetan. „Der TuS Hohenecken ist ein toller Verein“, betont er und lobt die familiäre Atmosphäre. Drei Begriffe prägen den Fußball, den Henrik Weisenborn sehen will: Mut, Intensität und Tore. Dass ihn seine Mannschaft verstanden hat, zeigte sie im ersten Heimspiel unter seiner Regie – 6:2 besiegte sie Eintracht Bad Kreuznach. Mit dem gleichen Ergebnis bezwangen die Hohenecker im Rückspiel die SG Hüffelsheim. „Das war unser bestes Spiel“, so Weisenborn, der mit seiner Elf auch beim FC Bienwald Kandel 6:2 gewann. Auch wenn es „nur“ unentschieden endete, so war das Heimspiel gegen den späteren Meister TuS Mechtersheim von besonderer Bedeutung. Nur sehr wenigen Mannschaften gelang es, gegen Mechtersheim zu punkten.
Wie wichtig Sergen Tok für den TuS Hohenecken ist, zeigte sich auch in dieser Runde. Der „Ausnahmestürmer“ war mit 15 Treffern der erfolgreichste Schütze seines Teams. Zusammen mit Nico Schauß (zwölf Tore), Lukas Kallenbach (elf) und Enrico Wolf (sieben) bildete er die starke Hohenecker Offensivabteilung. Auch der Mittelfeldregisseur Dennie Reh bewies seine Abschlussstärke mit zwölf Treffern.
Etliche namhafte Neuzugänge
Schon zwei Spieltage vor Saisonende hatte der TuS den Klassenverbleib klargemacht. Mit dem neunten Platz (38 Punkte, 67:78 Tore) zeigt sich Weisenborn mehr als zufrieden. Sein Blick richtet sich bereits auf die kommende Runde. Personell sind die Weichen schon gestellt: Vom abgestiegenen SV Morlautern wechseln Felix Bürger, Max Riehmer, Justin und Joshua Smith sowie Kai Paller und Dennis Jander zum TuS und vom FK Pirmasens Torben Kirch. Zwei neue Torleute kommen auch: Lars Dößereck vom VfR Grünstadt (er ist die Nummer eins) und Milan Junghans vom TuS Steinbach. Ergänzt wird die stattliche Zahl an Neuzugängen durch Ivan Jukic vom TuS Altleiningen, der Henrik Weisenborn als Co-Trainer zur Seite steht. Die Vorbereitung auf die neue Saison startet der TuS Hohenecken am 18. Juni.